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Rente: DIESER radikale Reformvorschlag könnte das Fass zum Überlaufen bringen

Höchste Rentenerhöhung seit vierzig Jahren im Westen

Das Bundeskabinett hat eine deutliche Rentenerhöhung beschlossen: In Westdeutschland steigen die Renten zum 1. Juli um 5,35 Prozent und im Osten um 6,12 Prozent - in den alten Bundesländern ist es die höchste Rentenerhöhung seit fast vierzig Jahren.

Müssen die Arbeitnehmer jetzt die Probleme des deutschen Rentensystems ausbaden? Ein Vorstoß von Top-Ökonom Michael Hüther könnte die Debatte in ganz neue Bahnen lenken.

Ist die Rente nur noch finanzierbar, wenn alle deutlich mehr Wochenstunden arbeiten?

Rente: DIESER Reformvorschlag könnte das Fass zum Überlaufen bringen

Michael Hüther, Chef vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, bringt die 42-Stunden-Woche ins Spiel! Während Gewerkschaften in früheren Jahrzehnten noch um die 35-Stunden-Woche kämpften, könnte Millionen Arbeitnehmern bald die Freizeit beschnitten werden.

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Zwar erklärt Hüther gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass die Stunden voll bezahlt werden sollen („Es geht nicht darum, durch die Hintertür am Lohn zu kürzen.“). Doch am Ende bleibt ihnen dann trotzdem weniger Zeit für Hobbys und Familie.

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Ist die Rente ohne 42-Stunden-Woche nicht mehr finanzierbar?

Aus Sicht des Wirtschaftsexperten ist das Rentensystem aber anders künftig nicht mehr finanzierbar, wenn man das Renteneintrittsalter nicht anheben will. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera: Ein paar Stunden mehr wöchentlich arbeiten oder erst mit 68 oder 69 in Rente?

Experte Hüther dazu: „Wenn man das aufsummiert, dann würde man bis 2030 den demografisch bedingten Verlust an Arbeitsvolumen kompensieren.“ In der Schweiz werde pro Woche bereits zwei Stunden mehr gearbeitet als in Deutschland, in Schweden eine Stunde mehr.

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Rente – mehr zur gesetzlichen Rentenversicherung:

  • wurde in Deutschland 1891 eingeführt.
  • Im Jahr 2020 gab es in Deutschland über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner.
  • Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 18,6 Prozent.
  • Dieser wird je zur Hälfte von Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen.
  • Die Riester- und die Rürup-Rente sind dagegen zwei Formen der privaten Altersvorsorge mit staatlichen Förderungen.

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Gewerkschaften gehen auf die Barrikaden: „Raubbau an der Gesundheit der Beschäftigten“

Die Gewerkschaften stellen sich schon quer. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel nannte längere Arbeitszeiten „billige Scheinlösungen“. Sie fordert dagegen flächendeckende tarifliche Entlohnung und eine Sozialversicherungspflicht ab dem ersten verdienten Euro, auch für Selbstständige und Minijobber.

Von einem „Raubbau an der Gesundheit der Beschäftigten“ spricht gar Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gewerkschaft IG Metall.

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Malochen bis Ende 60 oder deutlich mehr Belastung während des Erwerbslebens? Die goldenen Zeiten, in denen es einen Ausgleich zwischen Arbeits- und Rentenleben gab, scheinen vorbei.