Proteste der Occupy-Bewegung schlagen in Gewalt um

DerWesten
Auch in Los Angeles kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Teilnehmern der „Occupy Wall Street“-Bewegung. (Foto: afp)
Auch in Los Angeles kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Teilnehmern der „Occupy Wall Street“-Bewegung. (Foto: afp)
Foto: AP
Bei landesweiten Protesten von Anhängern der Bewegung Occupy Wall Street sind am Donnerstag allein in New York 250 Demonstranten festgenommen worden. Bei Ausschreitungen auf der Finanzmeile Wall Street in Manhatten wurden mehrere Polizisten verletzt.

New York. Bei den Protesten der Occupy-Bewegung in New York sind am Donnerstag rund 250 Menschen von der Polizei festgenommen worden. Sieben Polizisten wurden verletzt, wie Polizeichef Ray Kelly am Donnerstag mitteilte. Fünf von ihnen sei eine „Flüssigkeit ins Gesicht“ gespritzt worden. Mehrere tausend Demonstranten waren am Donnerstag zur Finanzmeile Wall Street in Manhattan geströmt, die von einem massiven Polizeiaufgebot abgeriegelt wurde. Nach den Ausschreitungen während des Tages zogen die Massen in den Abendstunden über die Brooklyn Bridge bis zum Foley-Platz im Süden Manhattans; dabei blieb es weitgehend friedlich. Anfang Oktober hatte die Polizei bei einem Occupy-Marsch über die Brücke mehr als 700 Menschen festgenommen.

Von New York aus hatte sich „Occupy Wall Street“ (“Besetzt die Wall Street“) in zahlreiche Städte der USA und andere Länder ausgedehnt. Für Donnerstag, genau zwei Monate nach Beginn der Proteste, hatte die Bewegung zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen. In den USA gab es unter anderem in der Hauptstadt Washington und in Chicago weitere Protestmärsche. In Los Angeles löste die Polizei Medienberichten zufolge eine Kundgebung in der Innenstadt auf, rund 20 Menschen seien festgenommen worden. (afp/dapd)