Pro NRW - rassistische Brandstifter im Zwirn

Wilhelm Klümper

Essen. Die Mitglieder von Pro NRW geben sich vornehmlich als Biedermänner. In Wahrheit handelt es sich wohl eher um rassistische Brandstifter im Zwirn. So bestehen enge Verbindungen von Pro NRW zum „Freundeskreis Rade“, dem ausländerfeindliche Gewalttaten vorgeworfen werden.

Es ist infam, dass ausgerechnet Rechtsradikale mit antiislamischen Karikaturen vor Moscheen provozieren.

Damit wollen sie den Anschein erwecken, etwa gleiche Ziele zu verfolgen wie der Karikaturist Westergaard, der in einer dänischen Zeitung eine Mohammed-Karikatur veröffentlicht hat. Dieser aber kämpft ebenso wie beispielsweise Salman Rushdie für die bürgerlichen Freiheiten, die durch islamistische Fanatiker bedroht werden. Pro NRW polemisiert dagegen mit ihren Anti-Islam-Aktionen gegen vermeintlich alles Fremde. Das fällt leicht, sind doch die meisten türkisch- und arabischstämmigen Migranten in der Regel Muslime.

Verblendete Islamisten vom Schlage der Salafisten werden das alles wutschäumend beobachten. Daher ist die Warnung von Innenminister Friedrich vor drohender Gewalt zwischen Pro NRW und Salafisten sehr ernst zu nehmen.