Pressefreiheit: Ägypten plant Einschränkung

Kairo..  Ägypten will die Pressefreiheit für die Berichterstattung über Anschläge und Terrorismus einschränken. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass ägyptische und ausländische Journalisten mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen müssen, wenn sie abweichend von offiziellen Stellungnahmen – und aus Sicht der Regierung damit falsch – über Anti-Terror-Einsätze berichten. Der Entwurf enthalte Artikel, die die Pressefreiheit bei der Beschaffung von Informationen einschränkten, kritisierte die ägyptische Presse-Vereinigung nach einer Sitzung gestern in Kairo.

Vergangene Woche hatten Medien nach dem Angriff eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Sinai-Halbinsel teilweise über weit höhere Opferzahlen unter Soldaten berichtet, als offiziell angegeben worden waren. Sie beriefen sich auf meist anonyme Quellen. Die Beschränkung der Pressefreiheit gehört zu den von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi angekündigten Anti-Terror-Maßnahmen nach dem tödlichen Bombenanschlag auf Generalstaatsanwalt Hischam Barakat.

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