Preiswerte Schülercomputer sollen Kindern in Dritter Welt helfen

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Straßburg. Mit einem preiswerten Schüler-Computer soll Kindern in der Dritten Welt beim Lernen geholfen werden. Darauf zielt die Initiative «One Laptop per Child» (OLPC) ab, die am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg vorgestellt wurde.

Die leicht zu handhabenden, robusten und farbenfrohen kleinen Computer sollten Kindern in armen Ländern Zugang zu besserer Bildung gewähren, erläuterte Nirj Deva von der in Massachusetts (USA) gegründeten und von der UNO unterstützten gemeinnützigen Organisation. Damit sollten Kinder eine Chance erhalten, der Armut zu entgehen.

Die Laptops mit der kindergerechten Tastatur kosten pro Stück weniger als 200 Dollar - was den Initiatoren zufolge auf Dauer billiger ist, als viele teure Schulbücher. Sie funktionieren zudem auch ohne Stromanschluss, der Akku kann mit einer Handkurbel aufgeladen werden. Die Internet-Verbindung wird über Satelliten hergestellt. Entwickelt wurden die Lerncomputer 2006 von führenden US-Wissenschaftlern. Deva zufolge wurden bereits rund 500.000 Exemplare bestellt. In einigen Ländern, etwa Nepal, seien bereits Programme angelaufen, um Lehrer mit dem Laptop vertraut zu machen.

Die Organisation will nun in Brüssel ein Büro eröffnen, um für die Initiative zu werben - und um Spenden zu sammeln. Dabei hofft sie auf Unterstützung der EU. Der slowenische Präsident Danilo Türk, dessen Land derzeit den EU-Vorsitz innehat, und der Präsident des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), können den Schüler-Laptop ab sofort testen: Sie erhielten jeder einen als Geschenk. (afp)

 
 

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