Polizeiskandal in Hessen wird immer größer: Versorgte ein Beamter Neonazis mit Informationen?

Half ein hessischer Polizist Neonazis mit Informationen?
Half ein hessischer Polizist Neonazis mit Informationen?
Foto: dpa

Halle. Die Affäre um ein rechtsextremes Netzwerk bei der hessischen Polizei weitet sich aus. Ende des Jahres wurde öffentlich, dass sich Frankfurter Polizisten in einem mutmaßlich rechtsextremen Chat ausgetauscht haben sollen. Dort sollen sie beleidigende und fremdenfeindliche Videos und Texte verschickt haben.

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Sechs Polizisten wurden vom Dienst suspendiert. Aus dem Computer einer Beamtin sollen zudem Hintergrundinformationen abgerufen worden sein, die im Zusammenhang mit Todesdrohungen gegen eine türkischstämmige Anwältin von NSU-Opfern stehen. Nun sind neue Erkenntnisse aufgetaucht.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, soll ein Polizist aus Ost-Hessen unrechtmäßig Daten an ein bekennendes Mitglied einer Neonazi-Gruppe weitergegeben haben. Das kam bei einem Prozess gegen zwei Mitglieder der hessischen „Aryans“ heraus. Die gewaltbereiten „Aryans stehen der Neonazivereinigung „Division Braune Wölfe“ nahe.

Bei dem Prozess gegen einen 40-Jährigen und eine 42-Jährige kam heraus, dass sie den ihr bekannten hessischen Polizisten darum bat, im Polizeicomputer Daten herauszusuchen. Der Polizist soll der Bitte nachgekommen sein. Welche Informationen das waren, wurde bei dem Verfahren nicht bekannt. (jg/dpa)

 
 

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