Politiker schießt mit Pistole um sich: Spezialkräfte im Einsatz – der Grund ist ziemlich irre

Cobra-Spezialkräfte der Polizei mussten einen FPÖ-Politiker in Österreich festnehmen.
Cobra-Spezialkräfte der Polizei mussten einen FPÖ-Politiker in Österreich festnehmen.
Foto: imago images/Eibner Europa

Bergheim. In Österreich hat ein 57-Jähriger mit einer Waffe von einem Balkon geschossen. Laut österreichischem Rundfunk ORF handelt es sich dabei um einen Kommunalpolitiker der rechten FPÖ. Das sei demnach bereits offiziell bestätigt worden. Die Motive des Mannes sind völlig irre.

Laut Polizei wurde am Freitagvormittag gemeldet, dass ein Mann Schüsse von einem Balkon abgibt. Spezialkräfte der Polizei, das sogenannte EKO-Cobra, wurde alarmiert. Sie nahmen den 57-Jährigen fest. Bei dem Mann fanden die Polizisten mehrere Schusswaffen.

Menschen wurden nicht verletzt. Laut offiziellen Polizeiangaben sind die Hintergründe unklar.

Österreich: Kommunalpolitiker schießt wütend vom Balkon

Die österreichische Nachrichtenagentur APA erfuhr aber aus Ermittlerkreisen, dass der FPÖ-Mann auf Fotos des Ex-Kanzlers Sebastian Kurz und des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen schießen wollte. Demnach habe er geplant Bilder der beiden Politiker vor sein Haus zu stellen, um darauf zu feuern.

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Dies sei ihm aber zu umständlich gewesen, weshalb er sich die beiden einfach im Gebüsch vorgestellt habe und auf die Sträucher feuerte. Laut österreichischer Kronen Zeitung tat er das 29 Mal.

Schütze sauer auf Minister-Entlassung

Grund für den Ausraster war nach APA-Informationen die Wut auf die Absetzung des Innenministers und FPÖ-Parteigenossen Herbert Kickl (FPÖ) und eines Pfarrers. Kickl war in Folge der Regierungskrise in Österreich, die durch die Ibiza-Affäre um den FPÖ-Vizekanzlern Heinz-Christian Strache ausgelöst wurde, aus dem Amt entlassen worden.

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Infolge der Regierungskrise zerbrach die Regierung unter Kanzler Sebastian Kurz. Neuwahlen stehen im Herbst an.

Laut APA wurde der Mann noch am Freitag mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen. (jg)

 
 

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