Plünderung hat industrielle Ausmaße

Damaskus.  Raubgrabungen und Massenplünderungen der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in den Kulturstätten Syriens nehmen nach Ansicht der Unesco „einen indus-triellen Maßstab an“. Die Chefin der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, Irina Bokowa, sagte laut Mitteilung in Paris, Satellitenbilder von historischen Stätten zeigten „Tausende von Löchern“.

IS-Milizen haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Tempelanlagen wie den berühmten Baaltempel von Palmyra zerstört und angekündigt, weitere Altertümer in Schutt und Asche zu legen. Der Verkauf von Kulturgütern an ausländische Interessenten gilt als eine Finanzierungsquelle der Islamisten. Aus Sicht Bokowas ist es Teil der IS-Strategie, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des einzigartigen Erbes zu zerstören.

Der Vorschlag Russlands einer umfassenden Allianz gegen den IS stößt in Washington auf Ablehnung. Moskau will den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in dieses Bündnis einbinden. Das Weiße Haus wertete dies am Dienstag als Destabilisierung der Region: Assad habe jede Legitimität verloren.

 
 

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