Piraten wollen Lehrer von Verwaltungsaufgaben entlasten

Der Spitzenkandidat der Piraten in Nordrhein-Westfalen, Joachim Paul, will Lehrer von Verwaltungsaufgaben entlasten.
Der Spitzenkandidat der Piraten in Nordrhein-Westfalen, Joachim Paul, will Lehrer von Verwaltungsaufgaben entlasten.
Foto: dapd
Schon beim Programmparteitag in Dortmund legten die Piraten ihren Wahlkampf-Schwerpunkt auf das Thema Bildung. Jetzt hat der NRW-Spitzenkandidat der Piraten, Joachim Paul, das Thema in einem Interview aufgegriffen und Entlastungen für Lehrer und Lehrerinnen gefordert.

Bonn.. Gut drei Wochen vor den Landtagswahlen hat der NRW-Spitzenkandidat der Piraten, Joachim Paul, in einem Phoenix-Interview gefordert, Lehrerinnen und Lehrer von Verwaltungsaufgaben zu entlasten. „Um gute Pädagogik zu machen, soll man ihnen Kräfte an die Seite stellen, die den Rest erledigen“, so Joachim Paul. Diese bildungspolitische Forderung sei ein Punkt des Piraten-Parteiprogramms, der „sehr, sehr viel kostet“. Bereits beim Programmparteitag in Dortmund legten die Piraten fest, dass ihr Wahlkampf-Schwerpunkt das Thema Bildung sein soll.

Mit ihrem bildungspolitischen Schwerpunkt knüpfen die Piraten an eine aktuelle Debatte an. So geht aus einer Studie der Vodafone-Stiftung hervor, dass jeder zweite Lehrer der Ansicht ist, dass das Unterrichten in den vergangenen fünf bis zehn Jahren deutlich schwieriger geworden ist.

Piraten wollen keine Verhinderer sein

Transparenz und Bürgerbeteiligung seien für die Piraten zentral, betont der Medienpädagoge aus Neuss im Interview: „Für uns ist das Kreuz an der Wahlurne kein Kaufvertrag für eine Demokratie als Konsumprodukt. Die Bürgerinnen und Bürger sehen wir schon in der Verpflichtung, da mitzumachen. Das verstehen wir unter Demokratie.“

Im politischen Spektrum sehen die Piraten keine Nähe zu einer der anderen Parteien: „Wir sind keine Verhinderer. Wir werden uns jedem guten Vorschlag – egal aus welcher Partei – anschließen und zustimmen.“ Mit Blick auf das Parteiprogramm sagte Paul: „Die Bürger scheinen zu akzeptieren, dass wir nicht auf alles direkt eine Antwort haben. Sie honorieren, dass wir die richtigen und auch unbequeme Fragen stellen.“

Joachim Paul trat 2009 der Piratenpartei bei und wurde im März 2012 auf Listenplatz 1 der Landesliste der Piratenpartei für die Landtagswahl in NRW nominiert. (WE)

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