Pegida: Als ein Demonstrant etwas sagen will, eskaliert die Situation

Kurz vor der Eskalation: Die beiden Pegida-Anhänger haben unterschiedliche Ansichten.
Kurz vor der Eskalation: Die beiden Pegida-Anhänger haben unterschiedliche Ansichten.
Foto: SWR / Screenshot

Dresden. Wenn Pegida marschiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand das L-Wort in den Mund nimmt: Lügenpresse.

So auch neulich in Dresden. Doch dann entwickelte sich zwischen zwei Pegida-Anhängern ein skurriler Dialog, der schließlich völlig eskalierte - um dann in einer großartigen Pointe mündete.

Pegida-Anhänger kommt einfach nicht zu Wort

Doch von Beginn an: Ein Fernsehteam des SWR wollte für das Politmagazin „Report Mainz“ über einen Marsch von Pegida in Dresden berichten.

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Abseits des Marschs hatten sich auch Gegendemonstranten versammelt. Die Journalisten wollten von den Pegida-Leuten wissen, was sie davon halten.

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Pegida:

  • 2014 gegründet
  • Das Wort steht für: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes
  • Die Organisation gilt als fremdenfeindlich, völkisch und rassistisch

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Schließlich fand das Fernsehteam einen gesprächsbereiten Teilnehmer. Doch der kam nicht zu Wort - weil ein älterer Pegida-Marschierer ihn immer wieder unterbrach. Den anschließenden Dialog hätte Loriot erdacht haben können:

  • Pegida-Mann 1: „Ich hab...“
  • Pegida-Mann 2: „Du machst einen Fehler!“
  • Pegida-Mann 1: „Warte mal. Ich hab ...“
  • Pegida-Mann 2: „Du redest mit dem Klassenfeind.“
  • Pegida-Mann 1 (schlägt dem anderen leicht auf die Schulter): „Halt die Schnauze!“
  • Pegida-Mann 2: „Nee, du redest mitm Klassenfeind! Frag doch mal ne Gegenfrage.“

Pegida: „Ob er schon nen Nagel in die Wand geschlagen hat“

Dann wird es richtig gut:

  • Pegida-Mann 1: „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Eine Gegenfrage stellen!“
  • Pegida-Mann 1: „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Du musst immer Gegenfragen stellen. Was er für ne politische Einstellung hat.“
  • Pegida-Mann 1 (schaut entschuldigend zum Journalisten): „Das ist sein Problem, nicht meins.“
  • Pegida-Mann 2: „Wo er gelernt hat, ob er schon nen Nagel in die Wand geschlagen hat. Das musst du fragen. “

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Jetzt eskaliert es langsam:

  • Pegida-Mann 1 (wird allmählich lauter): „Lass mich doch mal, Menschenskind!“
  • Pegida-Mann 2: „Du musst auf das Mikrofon gucken.“
  • Pegida-Mann 1: „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Das ist doch die Lügenpresse.“
  • Pegida-Mann 1 (laut): „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Bist du im ...“
  • Pegida-Mann 1 (noch lauter): „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Du musst doch ...“
  • Pegida-Mann 1 (brüllt jetzt): „Lässt du mich jetzt mal?“
  • Pegida-Mann 2: „Bist du von den Grünen? Nö.“

Die anschließende Standpauke hat es in sich:

  • Pegida-Mann 1: „Mensch, du bist unhöflich bis zum Gehtnichtmehr. Ich hab hier grad ein Gespräch geführt und du quatschst rein.“
  • Pegida-Mann 2: „Gespräch ...“
  • Pegida-Mann 1: „Das ist unhöflich.“

Schließlich verzieht sich der Unterbrecher. Und es folgt die Pointe der Nummer. Endlich kann der Pegida-Anhänger in Ruhe reden. Er sagt: „Das Problem ist ganz einfach, sehen Sie sich die doch an. Die Sprüche, hören Sie dich sich an.“

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Pegida: „Dumm, dümmer, am dümmsten“

Und als Zuschauer fragt man sich: Meint er seinen Mitmarschierer, bezieht er sich auf den Unterbrecher von gerade? Doch dann kommt die Auflösung: „Dumm, dümmer, am dümmsten, Antifa.“

 
 

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