Pegida-Chef Lutz Bachmann wird der Presseausweis entzogen

Pegida-Chef Lutz Bachmann im Lügenpresse-Shirt. Trotz seiner Kritik an der Presse nahm er die Vorteile eines Presseausweises offenbar jahrelang gerne in Anspruch.
Pegida-Chef Lutz Bachmann im Lügenpresse-Shirt. Trotz seiner Kritik an der Presse nahm er die Vorteile eines Presseausweises offenbar jahrelang gerne in Anspruch.
Foto: dpa
Pegida-Chef Bachmann poltert gerne gegen die "Lügenpresse". Doch der 43-Jährige nutzte jahrelang einen Presseausweis. Der wurde ihm nun entzogen.

Essen. Pegida-Chef Lutz Bachmann hat keinen Presseausweis mehr. Denn obwohl der 42-Jährige fast wöchentlich gegen die angebliche "Lügenpresse" hetzt, verschaffte er sich durch einen Presseausweis offenbar jahrelang Vorteile. So hatte Bachmann den Ausweis laut der "Sächsischen Zeitung" erst Anfang November benutzt, um sich Zutritt zu einem Prozess am Dresdener Landgericht zu verschaffen. Doch damit ist nun Schluss.

Der Deutsche Fotojournalistenverband (DFJ) hat Bachmann die Mitgliedschaft gekündigt und ihm damit auch den Presseausweis entzogen. "Lutz Bachmann beleidigt unsere Mitglieder", erklärt DFJ-Chef Bernd Degen. Spätestens seit seinem Auftritt im Lügenpresse-Shirt sei Bachmann unhaltbar geworden. Der Vorstand habe deshalb einstimmig beschlossen, Bachmann zu kündigen. Sein Ausweis sei allerdings noch bis Ende des Jahres gültig.

Pegida-Chef Bachmann ließ Presseausweis jährlich verlängern

Der 43-Jährige sei durch seine frühere Tätigkeit als Inhaber der Foto-Agentur "Hotpepperpix" schon vor mehreren Jahren Mitglied geworden, erklärt Degen. Während dieser Zeit habe Bachmann seinen Presseausweis jährlich verlängern lassen. Ob er tatsächlich noch als Fotojournalist arbeite, sei dabei nicht geprüft worden: "Wir haben 3500 Mitglieder. Leider können wir nicht jeden genau überprüfen", erklärt Degen.

Die Entscheidung des DFJ ist endgültig, Bachmann kann gegen den Vorstandsbeschluss laut Vereinssatzung keinen Widerspruch einlegen. Er habe bisher auch nicht auf seinen Ausschluss reagiert, sagt Degen, der hofft, dass das Kapitel Lutz Bachmann für den DFJ endgültig erledigt ist.

 
 

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