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Parteien bekommen Probleme bei der Wahlplakatierung

Essen. 

Den Parteien fällt es schwerer, ihre Mitglieder zum Plakatieren von Wahlwerbung zu motivieren. „Die haben alle Probleme“, sagte Mihai Danzke, Chef einer großen Werbe-Agentur, die die Politik mit Plakaten beliefert. Das Geschäft der Firma Mihai mit den Parteien habe sich in kurzer Zeit vervielfacht. „Früher hingen Parteimitglieder alle kleinen Plakate selber auf. Inzwischen übernehmen dies zu 30 Prozent Profi-Agenturen“, so Danzke.

Bei der CDU in Essen wurde es dieses Jahr knapp. Geschäftsführer Nobert Solbert: „Genug Ehrenamtler zu finden, ist immer schwierig, aber im Moment geht es noch.“ Die FDP in Duisburg hatte ebenfalls Probleme, berichtet Geschäftsführer Thomas Wolters. Der Geschäftsführer der CDU in Hagen, Bernd Löwenstein, sagt: „Die Demografie macht vor uns nicht halt. Es braucht Erfahrung, wo man die Plakate aufhängen kann – aber die Mitglieder, die darüber verfügen, werden zu alt für die Arbeit.“

Lahnstein-Werbung weiter mit der SPD im Geschäft

Die SPD streitet sich, wie berichtet, mit der Firma Kompla in Solingen über angeblich nicht wetterfeste Öko-Plakate. Kompla-Chefin Silke Lahnstein stammt aus einer Familie, die die SPD seit Jahrzehnten mit Wahlwerbung versorgt. In diesem Zusammenhang weist die Schwester der Kompla-Chefin, Sabine van de Griend-Lahnstein, darauf hin, dass ihre Firma Lahnstein Werbung aus Erkrath nichts mit diesem Streit zu tun habe. Lahnstein Werbung sei nie in einen Rechtsstreit mit der SPD verwickelt gewesen. Zu Kompla gebe es keine Verbindung.