Papst Franziskus lehnt Kommunion für Wiederverheiratete ab

Will in der katholischen Kirche  "etwas die Türen öffnen": Papst Franziskus.
Will in der katholischen Kirche "etwas die Türen öffnen": Papst Franziskus.
Foto: Claudio Peri/dpa/Archiv
Papst Franziskus hat Hoffnungen auf eine Zulassung zur Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene in der katholischen Kirche gedämpft.

Rom.. Papst Franziskus hat für einen neuen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen in der katholischen Kirche geworben, Hoffnungen auf eine Zulassung zur Kommunion aber gedämpft. Dies sei "keine Lösung", sagte er in einem Interview der argentinischen Zeitung "La Nacion", das am Montag auch von der italienischen "La Repubblica" veröffentlicht wurde. "Die Lösung ist Integration", fügte er hinzu. "Man muss etwas die Türen öffnen."

Die Ehe zwischen Homosexuellen sei bei der Synode im Oktober im Vatikan kein Thema gewesen. "Die Synode hat über die Familie und Homosexuelle in Beziehung zu ihren Familien gesprochen, weil das eine Realität ist, der wir begegnen", sagte der Argentinier.

Die Kurienreform sieht das Oberhaupt der katholischen Kirche nicht als Aufräumprozess, sondern als neuen Weg, der im Vorkonklave gefordert worden sei. "Es gibt noch viel zu tun", erklärte er dazu.

Bei seiner Wahl zum Papst habe er sich vorgenommen, er selbst zu bleiben, sagte Jorge Mario Bergoglio. "Ich habe mir vom ersten Tag an eine Sache gesagt: Jorge, verändere dich nicht, bleib wie du bist und sei du selbst. Sich in deinem Alter zu ändern, ist lächerlich." Gesundheitlich gehe es ihm gut, auch wenn er altersbedingte Probleme spüre. "Aber ich bin in den Händen Gottes, bis jetzt kann ich einen guten Arbeitsrhythmus wegstecken." (dpa)

 
 

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