Russland: Chemiewaffen-Experten können Mittwoch nach Duma

Rettungskräfte vermuten Giftgaseinsatz in syrischer Stadt Duma

Bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenhochburg Duma soll nach Angaben örtlicher Rettungskräfte erneut Giftgas zum Einsatz gekommen sein. Mehr als 40 Menschen seien nach einem "Chlorgasangrif...

Bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenhochburg Duma soll nach Angaben örtlicher Rettungskräfte erneut Giftgas zum Einsatz gekommen sein. Mehr als 40 Menschen seien nach einem "Chlorgasangrif...

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Ein Experten-Team soll nach Hinweisen auf einen Giftgasanschlag im syrischen Duma suchen. Doch bisher durften sie nicht in die Stadt.

Den Haag/Moskau.  Das Ermittler-Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) soll nach russischen Angaben nun am Mittwoch nach Duma reisen können. Das kündigte der russische Botschafter Alexander Schulgin am Montagabend in Den Haag an. In der Stadt in Syrien soll die Bevölkerung mit Giftgas angegriffen worden sein.

Das Experten-Team der OPCW, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersuchen soll, sei am Samstag in Damaskus eingetroffen, konnte aber zunächst nicht weiterreisen, teilten die britische und die schwedische Delegation am Montag bei der OPCW auf Twitter mit.

Sie beriefen sich dabei auf den Bericht des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü, am Montag vor dem Exekutivrat der Organisation in Den Haag. „Russland & Syrienhaben den Zugang zu Duma noch nicht erlaubt. Uneingeschränkter Zugang unerlässlich“, fordertenn die britischen Diplomaten bevor Russland am Abend den Zutritt ankündigte.

Russland: „Das ist vollkommen ausgeschlossen“

Russland wies die Vorwürfe zurück. „Das ist vollkommen ausgeschlossen. Das ist eine weitere Erfindung der Briten“, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow in Moskau. Wegen der Raketenangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs hätten die OPCW-Experten ihre Untersuchungen bislang nicht aufnehmen können. „Die Folgen der illegalen und rechtswidrigen Handlungen verhindern das“, sagte der Diplomat der Agentur Interfax zufolge.

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Großbritannien warf Russland vor, die Ermittlungen in Syrien zu blockieren. „Seit 2016 will Russland jede OPCW-Ermittlung zu Vorwürfen gegen das (syrische) Regime wegen des Einsatzes von Chemiewaffen untergraben“, sagte der britische Botschafter Peter Wilson in Den Haag. Er rief dazu auf, die Verantwortlichen für den Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen. Andernfalls bestehe das Risiko „weiterer barbarischer Einsätze von Chemiewaffen“.

Maas: Eine Lösung in Syrien könne es nur politisch geben

Zu dieser Lösung gehöre auch Russland. Syriens Präsidenten Baschar al-Assad sieht er dabei offenbar nicht mit im Boot: Jemand, der Chemiewaffen einsetze, könne nicht Teil der Lösung sein, sagte Maas.
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Beobachter sprechen von „entsetzlicher Vorgeschichte“

Die OPCW-Sitzung mit Diplomaten aus 41 Ländern ist das erste internationale Treffen nach dem Raketenangriff führender Westmächte auf Ziele in Syrien. Damit habe der weitere Einsatz von Chemiewaffen verhindert werden sollen, sagte der britische Diplomat. „Das syrische Regime hat eine entsetzliche Vorgeschichte, wenn es um den Einsatz von Chemiewaffen gegen das eigene Volk geht.“ (dpa)

 

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