Olaf Scholz will Wähler ködern – doch sein Versuch geht in die Hose: „Das ist schizophren“

Olaf Scholz: Führt er die SPD zurück ins Kanzleramt?

Olaf Scholz: Führt er die SPD zurück ins Kanzleramt?

Schafft es Olaf Scholz als SPD-Spitzenkandidat die Partei zurück ins Kanzleramt zu führen?

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Köln. „Kanzler für Klimaschutz“ – mit diesem Slogan wirbt Olaf Scholz unter anderem um das Amt des Bundeskanzlers.

Zwei Tage vor der Bundestagswahl will Olaf Scholz sein Klima-Engagement bekräftigen. Doch dafür muss der SPD-Kanzlerkandidat kräftig einstecken.

Olaf Scholz will vor Bundestagswahl punkten – mit diesem Tweet

Anlässlich des weltweiten Klimastreiks schlägt sich Olaf Scholz auf die Seite der Demonstranten: „Ich bin dankbar für das Engagement von Fridays For Future (FFF). Sie haben mitgeholfen, dass Klimaschutz oben auf der Agenda steht“, twittert der SPD-Kanzlerkandidat am Freitag.

Und weiter: „Ich sage ausdrücklich: Dass heute Klimastreik ist, ist richtig.“

Aus den Reihen der Demonstranten kassiert der Sozialdemokrat daraufhin zum Teil saftige Kritik.

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Mehr über Olaf Scholz:

  • Seit 2017 ist Olaf Scholz Vizekanzler und Finanzminister
  • Zuvor war er bereits Bundesminister für Arbeit und Soziales (2007-2009) und Erster Bürgermeister von Hamburg (2011 bis 2018)
  • Scholz ist Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl 2021
  • Er ist mit Britta Ernst verheiratet, die in Brandenburg Landesministerin für Bildung, Jugend und Sport ist

+++ Olaf Scholz: Das ist über sein Privatleben mit Ehefrau Britta Ernst bekannt +++

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So stellen viele User unter dem Tweet klar, dass sie Olaf Scholz absprechen, auf der richtigen Seite zu stehen.

Kritik an Olaf Scholz: „Das ist schizophren“

„Herr Scholz, vielleicht haben Sie es nicht mitbekommen, aber die Regierung, gegen deren Untätigkeit FFF protestieren, ist die, an der sie seit Jahren beteiligt sind. Teil des SPD Wahlkonzepts scheint, so zu tun, als wäre die SPD die letzten 8 Jahre in der Opposition gewesen“, antwortet ein User auf den Tweet von Olaf Scholz.

Eine andere bekräftigt: „Von Klimaschutz reden, aber Kohlestrom bis 2038 wollen. Das passt nicht zusammen, das ist schizophren!“, poltert eine andere.

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Angesichts der Wahl-Prognosen bleibt jedoch für einige die Hoffnung, dass Olaf Scholz es ernst meint mit dem Kampf gegen den Klimawandel: „Ich hoffe, Sie erinnern sich nach einer erfolgreichen Wahl an dieses dringende Thema!“, schreibt ein User.

Tatsächlich hatte sich Olaf Scholz im Wahlkampf gegen einen von Grünen und Klima-Aktivisten geforderten Kohle-Ausstieg bis zum Jahr 2030 ausgesprochen. Zumindest sieht er aber Spielraum dafür, dass der Ausstieg früher gelingen könne, sollte Deutschland beim Ausbau erneuerbarer Energien schnell vorankommen. (ak)