Obama sieht nun Merkel in der Verantwortung

Berlin.  US-Präsident Barack Obama sieht angesichts des Machtwechsels in Washington eine große Verantwortung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für das westliche Werte- und Sicherheitsbündnis. „Wenn sie jetzt weitermachen will als Bundeskanzlerin, dann wird sie diese Verantwortung weiter tragen“, sagte der scheidende Präsident am Donnerstagabend nach einem rund zweistündigen Gespräch mit Merkel im Berliner Kanzleramt. Sie äußerte sich auch bei dieser Gelegenheit nicht, ob sie wieder als Kanzlerkandidatin der Union antreten wird. Der richtige Zeitpunkt dafür sei „heute nicht gegeben“.

Merkel strebt eine enge Kooperation mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump an. „Natürlich werde ich auch alles daran setzen, mit dem neugewählten Präsidenten dann gut zusammenzuarbeiten“, sagte Merkel. Sie hob hervor, dass die Beziehungen Deutschlands und Europas zu den USA ein „Grundpfeiler unserer Außenpolitik“ seien. Diese sei auch an Werte wie Demokratie, Freiheit und das Eintreten für Menschenrechte gebunden. Merkel hatte Trump nach dessen Wahlsieg an die Grundwerte erinnert.

 
 

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