Nur wenige Burschenschafter tief in rechte Szene verstrickt

Der Bund sieht Vorwürfe gegen Burschenschaften nicht bestätigt, sie steckten im rechten Milieu.
Der Bund sieht Vorwürfe gegen Burschenschaften nicht bestätigt, sie steckten im rechten Milieu.
Foto: Archiv/dapd
Burschenschaften sind nicht weitreichend im Rechtsextremistischen Milieu verstrickt. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der Linkenfraktion im Bundestag hervor. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes würden höchstens einzelne Burschenschafter eine Nähe zum Rechtsextremismus zeigen.

Berlin.. Nach Auffassung der Bundesregierung sind nur einzelne Burschenschafter tief ins rechtsextreme Milieu verstrickt. Es gebe keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Dachverband der Studentenverbindungen, die Deutsche Burschenschaft, insgesamt gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung arbeite, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke (Linke).

Allerdings seien in der Vergangenheit unter anderem über das neue Gemeinsame Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum in Einzelfällen Informationen ausgetauscht worden, "die mögliche Bezüge zu Mitgliedern von Burschenschaften aufwiesen".

An der Gesamteinschätzung der Bundesregierung hätten auch die Ereignisse auf dem außerordentlichen Burschentag in Stuttgart im November nichts geändert, heißt es weiter. Damals traf zum Beispiel der Antrag von liberaleren Burschenschaftern, die Mitgliedschaft in einer verfassungsfeindlichen Vereinigung als unvereinbar mit der Mitgliedschaft in einer Burschenschaft zu erklären, anfänglich auf erheblichen Widerstand und wurde erst in einem zweiten Anlauf mit Änderungen angenommen. (dapd)

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