Nur jeder dritte Zug kann fahren

An Rhein und Ruhr..  Nach dem Güterverkehr bestreiken die Lokführer seit der Nacht zum Mittwoch auch den Personenverkehr bundesweit. Der Ausstand bei ICE und Co. endet erst am Donnerstag um 21 Uhr. Bahn-Vorstand Ulrich Homburg, der einen Notfahrplan in Kraft setzte, geht davon aus, dass im Fernverkehr lediglich noch einer von drei Zügen fahren kann. Im Regionalverkehr sollen 15 bis 60 Prozent der Züge fahren. Bei der vorangehenden Streikwelle verkehrten an Rhein und Ruhr nur 30 Prozent des üblichen Regionalzugangebots. Reisende können sich bei der Gratis-Hotline 08000 99 66 33 informieren. Personalvorstand Ulrich Weber nannte den neuerlichen Streik gestern erneut „falsch und nicht nachvollziehbar“.

Weil besonders lange der Güterverkehr – Auto-, Stahl- und Gefahrguttransporte – lahmgelegt wird, geht der Bundesverband der Deutschen Industrie von Schäden bis zu 100 Millionen Euro pro Tag aus. Die nicht vom Streik betroffenen Privatbahnen betonten, ihre Züge führen wie gewohnt. Jedoch seien wegen der Blockaden durch abgestellte Züge Verspätungen nicht auszuschließen.

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