NRW will Integration per Gesetz besser regeln

NRW will die Talente von Migranten in Schule, Beruf und Kommune besser nutzen. Als erstes Flächenland wird der Landtag in dieser Woche ein Integrationsgesetz beschließen. „Mit 25 Prozent Migranten ist NRW eindeutig ein Einwanderungsland“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider der WAZ.

Düsseldorf. NRW will die Talente von Migranten in Schule, Beruf und Kommune besser nutzen. Als erstes Flächenland wird der Landtag in dieser Woche ein Integrationsgesetz beschließen. „Mit 25 Prozent Migranten ist NRW eindeutig ein Einwanderungsland“, sagte Arbeitsminister Guntram Schneider der WAZ.

Künftig sollen in jeder Kommune gesetzliche Mindeststandards für Integration gelten. Dafür sollen in allen Kreisen und kreisfreien Städten schrittweise 54 kommunale Integrationszentren entstehen, die die 27 Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ersetzen. Ziel ist es, Bildung, Arbeit und ein spannungsfreies Zusammenleben mit Migranten in Stadtteilen zu fördern und mit Migrantenverbänden vor Ort zu koordinieren. Schneider legte Bedingungen für die Integration fest. Dazu zählen die Beherrschung der deutschen Sprache und die Anerkennung der Verfassung. Im Gegenzug werden die Anstrengungen zur beruflichen Qualifikation von Migranten mit Kammern und Verbänden verstärkt.

Im Landeshaushalt 2012 will Schneider insgesamt 14,1 Millionen Euro für das Projekt ausgeben. Das neue Gesetz sieht auch die Verpflichtung zur Einstellung von mehr Migranten in Landesbehörden vor. Bereits seit 2011 erprobt NRW anonymisierte Bewerbungen bei Einstellungsverfahren. Zudem werden Migranten gezielt auf Behördenstellen hingewiesen.

 
 

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