NRW schickt mehr Polizei in Problemviertel

Düsseldorf.  Die 18 Einsatzhundertschaften der NRW-Polizei werden für die Kriminalitätsbekämpfung an Brennpunkten aufgestockt. Bis 2018 sollen vier zusätzliche Einsatzzüge mit jeweils 38 Beamten an bestehende Hundertschaften angegliedert werden. Das Konzept wird NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) heute dem Landtag vorstellen.

Noch in diesem Jahr wird die Duisburger Hundertschaft um einen Zug erweitert, um dauerhaft mehr Präsenz in Stadtteilen mit höherer Kriminalität wie Marxloh zeigen zu können. Im kommenden Jahr sollen Polizeipräsidien im Rhein-Ruhr-Raum zwei weitere Züge zugeteilt werden, im Gespräch sind dafür Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen und Dortmund.

Unterdessen hat Landesinnenminister Jäger im Streit um die Bezahlung der Einsatzzeiten von rund 2000 Polizisten beim G7-Gipfel 2015 im bayerischen Elmau überraschend eingelenkt. Nach WAZ-Informationen will das Land den 13-tägigen Alpeneinsatz nun doch vollständig als Dienstzeit vergüten. Zunächst sollte nur die Kerngipfelzeit vom 5. bis 8. Juni voll bezahlt werden. Der Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, begrüßte die Einigung: „Die volle Bezahlung ist ein Zeichen der Wertschätzung.“