NRW-Regierung will Gehaltsdeckel für Sparkassenvorstände

Foto: Heiko Kempken
Top-Gehälter und üppige Pensionen: Die Bezahlung von Sparkassenvorstände ist zu hoch, sagt die Landesregierung, und fordert transparente Leiitlinien.

Düsseldorf.. Die rot-grüne Koalition in Düsseldorf fordert transparente Leitlinien bei Bezahlung und Altersversorgung für alle Sparkassen-Vorstände in NRW. Vor allem die üppigen Pensionen von bis zu 55 Prozent des früheren Festgehaltes gelten Rot-Grün als nicht länger hinnehmbar. „Es darf bei der Vorstandsvergütung und -versorgung der nordrhein-westfälischen Sparkassen keine Rosinenpickerei geben. Verdienen wie ein Manager in der Privatwirtschaft und abgesichert sein wie ein Beschäftigter im öffentlichen Dienst – das geht nicht“, sagte SPD-Finanzexperte Stefan Zimkeit unserer Zeitung.

Rot-Grün will zwar die künftige Gehaltshöhe nicht selbst festlegen, doch der aktive Wildwuchs soll in jedem Fall beendet werden. Seit 2009 müssen die Sparkassen-Vorstände in NRW ihre Bezüge offen legen, wogegen sich einzelne Institute bis zuletzt sperrten.

Vorstände bekommen doppelt so viel wie Hannelore Kraft

Eine Studie der Frankfurt University of Applied Sciences hat anhand der Zahlen Ende 2015 errechnet, dass NRW-Sparkassenvorstände nach Größe und Bedeutung ihrer Institute deutlich mehr verdienen als etwa Manager der Deutschen Bank. Die Vorstände großer Sparkassen kommen auf Grundgehälter von über 500. 000 Euro und verdienen so locker doppelt so viel wie etwa Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) – bei gleichzeitigen Pensionsansprüchen von zum Teil jährlich mehr als 375 .000 Euro.

SPD und Grüne hatten den Instituten vor drei Jahren eigentlich ei­nen Vertrauensvorschuss gewährt. Damals wurde die geplante Zwangsfusion der beiden NRW-Sparkassenverbände abgeblasen. Man erwartete stattdessen mehr Kooperation und gegenüber dem Gesetzgeber mehr Transparenz.

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