Verkehrsminister Michael Groschek (SPD, Mitte) hat das Radfahren auf der Schnellstraße schon erprobt: Hier auf der gesperrten B 54.
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Schon 2014 könnte es in NRW die ersten Schnellwege für Fahrradfahrer geben. Das große Vorbild ist Holland, die große Vision ist der Ruhrgebiets-Pendlerweg als Alternative zur A 40. Verkehrsminister Michael Groschek hat jetzt den Zeitplan bekanntgegeben.
Im Ruhrgebiet setzt Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) zur Entlastung der A40 auf den weitgehend kreuzungsfreien Radschnellweg Ruhr, der über 85 Kilometer von Duisburg und Essen bis nach Hamm führen soll. Diese Radautobahn soll nach holländischem Vorbild je einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung von mindestens zwei Meter Breite haben. Zwischen Essen-Campus und Stadtgrenze Essen-Mülheim gibt es bereits einen befahrbaren Abschnitt, der ausgebaut werden soll. Mit der Stadt Dortmund wird verhandelt.
Fahrräder, auch elektrische – aber keine Mofas
Zugelassen werden ausschließlich Fahrräder und Elektro-Fahrräder – aber keine Mofas. Fußgänger erhalten daneben einen eigenen Weg. Die Radautobahnen sollen möglichst wenige Steigungsstrecken haben und durchgängig beleuchtet werden. Die Kosten schätzt der Fahrradclub ADFC auf rund eine Million Euro pro Streckenkilometer. Groschek drängt den Bund, die Investitionsförderung für die Radschnellwege zu übernehmen. Der Grünen-Abgeordnete Arndt Klocke hält die Fahrradautobahnen für eine „reale Pendleralternative“.