NRW-Blockade des A1-Ausbaus entfacht Protest

DerWesten
Die Ankündigung der NRW-Landesregierung, den sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen Münster und Osnabrück zu blockieren, ist auf scharfen Protest gestoßen. NRW lasse Autofahrer aus „rot-grüner Verbohrtheit im Stau stehen“, so Staatssekretär Kampeter.

Osnabrück. Die Ankündigung der nordhrein-westfälischen Landesregierung, den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 1 zwischen Münster und Osnabrück zu blockieren, ist in Berlin und Hannover auf scharfen Protest gestoßen.

In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kritisierte Steffen Kampeter, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, die Düsseldorfer Regierung lasse Autofahrer aus „rot-grüner Verbohrtheit im Stau stehen“. Der CDU-Politiker monierte, „Rot-Grün muss die ideologischen Blockaden beim Straßenbau endlich abräumen“. Der Bau von Verkehrswegen habe nur dann Zukunft, wenn private Investoren beteiligt würden.

Niedersachsens Minister für Wirtschaft und Verkehr, der FDP-Politiker Jörg Bode, vermutete ebenfalls „ideologische Motive“ der rot-grünen Regierung in Düsseldorf. Er nannte die A1 eine „sehr wichtige Trasse“, die so schnell wie möglich komplett auf sechs Spuren ausgebaut werden sollte. NRW lege eine Verweigerungshaltung zulasten der Bürger an den Tag. Bode appellierte an das Nachbarland, wichtige Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen – dazu zähle auch der Flughafen Münster/Osnabrück – voranzutreiben statt zu blockieren.

Nordrhein-Westfalen hatte angekündigt, den Ausbau der Autobahn nicht im Rahmen einer Public-Private-Partnership (PPP) vorantreiben zu wollen, wie es bisher vorgesehen war. (dapd)