Niebel sieht Grenze bei Afghanistan-Hilfe erreicht

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) will die Hilfe für Afghanistan nicht weiter erhöhen. "Bei bis zu 430 Millionen Euro im Jahr sind wir an der Obergrenze dessen angelangt, was man vernünftigerweise investieren kann, ohne Gelder in falsche Kanäle zu verlieren", sagte Niebel der Zeitung "Welt am Sonntag".

Berlin (dapd). Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) will die Hilfe für Afghanistan nicht weiter erhöhen. "Bei bis zu 430 Millionen Euro im Jahr sind wir an der Obergrenze dessen angelangt, was man vernünftigerweise investieren kann, ohne Gelder in falsche Kanäle zu verlieren", sagte Niebel der Zeitung "Welt am Sonntag". "Wenn ich noch mehr drauflege, erziele ich damit keine besseren Ergebnisse. Das wissen auch unsere afghanischen Partner."

Niebel sagte, Deutschland habe sich im Juli 2012 auf der Internationalen Geber-Konferenz in Tokio verpflichtet, Afghanistan zunächst bis 2016 auf dem gleichen finanziellen Niveau wie bisher bei zivilem Wiederaufbau und Entwicklung zu unterstützen. "Unser Engagement in Afghanistan ist von den Kürzungen im Haushaltsansatz nicht betroffen", sagte er.

dapd

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