Neue Ehrlichkeit in der Asyldebatte

Es gehört offenbar zur neuen Ehrlichkeit in der Flüchtlingsdebatte nach den Kölner Silvesterexzessen, dass Ralf Jäger jetzt Missstände ohne falsche Rücksichtnahme ansprechen kann: Die vorrangige Un­terbringung von jungen Männern aus Nordafrika in NRW sorgt für eine Ballung von Problemen. Auch wenn der gemeinschaftliche sexuelle Übergriff auf Frauen ein neues Kriminalitätsphänomen gewesen sein mag, andere Delikte werden dieser Personengruppe schon länger zugeschrieben. Die Düsseldorfer Polizei führt in einem Analyseprojekt nicht ohne Grund mehr als 2200 Tatverdächtige aus den Maghreb-Staaten.

Jägers Forderung nach einer gleichmäßigen Verteilung von Nordafrikanern auf alle Bundesländer ist mehr als berechtigt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist in der Pflicht, entsprechende Strukturen aufzubauen. Parallel muss der Bund dem Verfahrensbeispiel der Asylsuchenden vom Balkan folgen: Nordafrikanern muss schon nach wenigen Tagen klar gemacht werden, dass sie keine Chance auf Bleiberecht haben. Bislang vergehen bis dahin Jahre – in denen viele in Parallelgesellschaften abdriften.

 
 

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