Nahles kritisiert Unionsminister Spahn und Seehofer scharf

Hartz IV bis Abtreibung: Jens Spahns kontroverseste Zitate

Jens Spahn: Islam, Armut, Flüchtlinge – der neue CDU-Minister stößt jede Menge Debatte an. Dabei ist sein eigentliches Thema doch die Gesundheit.

Beschreibung anzeigen
SPD-Fraktionschefin Nahles wirft den Ministerin Spahn und Seehofer Eigenprofilierung vor. Sie fordert ein Machtwort der Kanzlerin

Berlin.  SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles hat scharfe Kritik an den Unionsministern Jens Spahn und Horst Seehofer geübt. „Bevor der Gesundheitsminister Spahn in oberschlauen Interviews die innenpolitischen Zustände in Deutschland schlechtredet – das Innenressort besetzt übrigens seit 13 Jahren die Union –, sollte er sich um seinen eigentlichen Job kümmern“, sagte Nahles dem RND-Zeitungsverbund.

Die designierte SPD-Parteivorsitzende zeigte sich unzufrieden mit dem Start der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD. Das Kabinett gleiche derzeit noch einer „Ansammlung von Sprechern in eigener Sache“. „Es geht Kollegen wie Herrn Spahn oder Herrn Seehofer viel zu sehr um Eigenprofilierung. So kann es nicht weitergehen", kritisierte Nahles.

Spahn spricht über Innere Sicherheit, Seehofer über den Islam

Hintergrund sind mehrere Interviews von Gesundheitsminister Spahn zu Themen etwa der inneren Sicherheit oder der Sozialpolitik und von Seehofer zum Islam. „Mitarbeiter, die große Reden schwingen, aber ihre Arbeit nicht erledigen, nerven die Kollegen und bekommen im wahren Leben Ärger mit dem Chef", mahnte Nahles und forderte ein Machtwort von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel. „Vornehmste Aufgabe der Kanzlerin ist es nun, das Regierungsgeschäft ans Laufen zu bekommen.“

In die Fresse: Andrea Nahles ist die neue starke Frau an der SPD-Spitze
In die Fresse: Andrea Nahles ist die neue starke Frau an der SPD-Spitze

Mit Blick auf die Kabinettsklausur am kommende Dienstag und Mittwoch sagte Nahles, sie erwarte einen klaren Fahrplan für die nächsten zwölf Monate. Zuvor hatte Seehofer Zweifel an der Stabilität der Koalition zurückgewiesen und betont, dass er eine erfolgreiche Regierung wolle. (rtr)

 
 

EURE FAVORITEN