Nach Zitteranfall setzt sich Angela Merkel hin – Promi mit harten Worten: „Nicht jeder Hans Wurst hat das Recht,...“

Nach drei Zitteranfällen herrscht Sorge um Angela Merkel!

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Berlin. Nach einem erneuten Zitteranfall von Angela Merkel hat die Bundeskanzlerin eine Zeremonie am Donnerstag teilweise im Sitzen verbacht.

Bei einem Besuch der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen saß Angela Merkel neben der Amtskollegin während beider Nationalhymnen auf einem Stuhl. Gezittert hat sie diesmal nicht.

Einen Tag zuvor hatte Angela Merkel beim Empfang des finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne bei den militärischen Ehren angefangen stark zu zittern. Es war der dritte Zitteranfall innerhalb weniger Wochen.

Angela Merkel: „Ich weiß um die Verantwortung“

Auf die Frage einer ärztlichen Behandlung sagte die Kanzerlin bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin, „dass ich erstens um die Verantwortung meines Amtes weiß und deshalb auch dementsprechend handele – auch was meine Gesundheit anbelangt.

Und zweitens dürfen Sie davon ausgehen, dass ich auch als Mensch ein großes persönliches Interesse daran habe, dass ich gesund bin und auf meine Gesundheit achte.“

Angela Merkel: Zitteranfall bei offiziellem Empfang

Augenzeugen berichteten am Mittwoch, dass sie wieder beim Abspielen der Nationalhymnen auf dem Podium längere Zeit gezittert habe. Mehr als eine Minute lang zitterte Angela Merkel am ganzen Körper.

Auffällig war, dass die Kanzlerin während des Anfalls etwas vor sich hin murmelte. Der Radiosender „Antenne Bayern“ hat eine Lippenleserin engagiert. Sie fand heraus, was Merkel sagte. So soll die Kanzlerin mantraartig „Ich schaffe das“ wiederholt haben.

Angela Merkel: Minutenlanger Zitteranfall! Sprecher reagiert

Diesmal sei der Anfall aber nicht ganz so stark gewesen wie in vorangegangen Fällen, so Augenzeugen. Es ist bereits der dritte solche Anfall innerhalb von gut drei Wochen.

Linken-Chef Dietmar Bartsch reagierte via Twitter deutlich auf die teilweise hämischen Kommentare gegenüber der Kanzlerin:

Sophia Thomalla meldet sich zu Wort

Auch das It-Girl und Model Sophia Thomalla ergriff deutlich Partei für Merkel. Aus Instagram schrieb die Freundin von Besiktas-Torwart Loris Karius: „14 Jahre ist Angela Merkel nun unsere Kanzlerin. Und nur selten musste sie in dieser Zeit wegen Krankheit kurz pausieren- wenn ich ehrlich bin kann ich mich an kein einziges Mal wirklich erinnern… Sie war immer da.“

Weiter schreibt Thomalla: „Jetzt diese Zitterattacken. Und jeder fragt sich erstmal : geht es ihr gut? Bei den Verhandlungspartnern ist ihre Robustheit in durchverhandelten Nächten legendär und gefürchtet. Fand ich schon immer geil - Mutti macht ihr nicht kaputt. Ruhig, besonnen und cool, egal wer da laut wurde. Jemand, der nicht ständig mit der Kette rasselt.“

Wenn sie sage, dass wir uns keine Sorgen machen brauchten, dass es ihr gut gehe und sie das im Griff habe, dann sollte das vollkommen ausreichend sein, findet die Tochter von Simone Thomalla. „Auch eine Kanzlerin hat ein Recht auf Privatsphäre. Nicht jeder Hans Wurst hat das Recht zu wissen, was dahinter steckt. Wer bitte kommuniziert denn seine Krankenakte in der Öffentlichkeit? Eigentlich nur Leute, die über Mitleid sich Sympathiepunkte erhoffen. Aber die fand ich ja schon immer zum kotzen. Ab nächste Woche hat sie ja Urlaub“. Versehen hat Thomalla ihren Instagram-Post mit dem Hashtag Notyourbusiness.

Thomalla ist langjähriges CDU-Mitglied. Sie machte im vergangenen Jahr Wahlkampf für Angela Merkel.

Angela Merkel: Starkes Zittern erstmals im Juni

Merkel selbst sagte laut Focus zu dem Vorfall: „Mir geht es sehr gut. Ich habe neulich schon mal gesagt, dass ich noch in einer Verarbeitungsphase der letzten militärischen Ehren mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj bin. Die dauert anscheinend noch ein bisschen. Aber mir geht es sehr gut."

Mitte Juni zitterte Merkel beim Empfang des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin heftig. Damals hieß es, Angela Merkel habe zu wenig getrunken, bei den heißen Temperaturen habe sie deshalb Kreislaufprobleme gehabt.

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Nur neun Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.

Nach dem zweiten Zitteranfall hatte Angela Merkel erklärt: „Ich bin überzeugt, so wie diese Reaktion aufgetreten ist, so wird sie auch wieder vergehen.“ Die Frage, was hinter den Zittervorfällen stecke und ob sie deswegen einen Arzt konsultiert habe, beantwortete die Kanzlerin nicht. Sie könne die Frage verstehen, sagte sie vor Journalisten am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka. „Ich habe aber nichts Besonderes zu berichten. Sondern mir geht es gut.“

Angela Merkel: Zittern aus psychologischen Gründen?

Ähnlich unklar äußerte sich die Merkel-Vertraute und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Angela Merkel habe eine gute Konstitution.

Die „Stuttgarter Zeitung“ und die «Stuttgarter Nachrichten“ hatten unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, der Zitteranfall von Angela Merkel bei der Ernennung Lambrechts sei psychologisch bedingt gewesen. Es sei kein gesundheitliches Problem, sondern Kopfsache. „Die Erinnerung an den Vorfall in der letzten Woche führte zu der Situation heute, also ein psychologisch-verarbeitender Prozess.“

Und Psychologe Prof. Willi Butollo sagt zu Bild: „Ja, so ein psychosomatisches Phänomen gibt es. Es ist kein Trauma, sondern eine Art Sensibilisierung. Ein Beispiel: Sie hatten eine schwere Grippe. Ihr Immunsystem ist nicht ganz fit und an der Bushaltestelle erleiden Sie einen Schwächeanfall, kippen um. Tage später, Sie sind genesen, stehen wieder an dieser Haltestelle und denken an das erste Mal. Und plötzlich werden Sie wieder ganz schwach. Einfach, weil Sie unter Spannung stehen und erwarten, dass es wieder passiert.“

Angela Merkel wird in der kommenden Woche 65 Jahre alt. (pen/dpa)

 
 

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