Nach Sozialismus-Debatte legt Kevin Kühnert nach: „Ich habe das sehr ernst gemeint, was ich formuliert habe“

ARCHIV - 21.04.2018, Hessen, Wiesbaden: Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jungsozialisten (Jusos), kommt zu den Gremiensitzungen am Vortag des Außerordentlichen Bundesparteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). (zu dpa "Jusos wollen von SPD rote Linien im Asylstreit der Union" am 22.06.2018) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 21.04.2018, Hessen, Wiesbaden: Kevin Kühnert, Vorsitzender der Jungsozialisten (Jusos), kommt zu den Gremiensitzungen am Vortag des Außerordentlichen Bundesparteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). (zu dpa "Jusos wollen von SPD rote Linien im Asylstreit der Union" am 22.06.2018) Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Juso-Chef Kevin Kühnert hat seine Sozialismus-Thesen verteidigt und die SPD aufgefordert, die von ihm angestoßene Debatte offensiv zu führen. „Ich habe keine Lust mehr darauf, dass wir wesentliche Fragen immer nur dann diskutieren, wenn gerade Friedenszeiten sind, und im Wahlkampf drum herumreden“, sagte Kühnert dem Spiegel.

Wenn man ernsthaft einen anderen Politikstil wolle, „dann können wir uns nicht immer auf die Zunge beißen, wenn es um die wirklich großen Fragen geht“, so Kevin Kühnert.

Nach Sozialismus-Debatte: Kevin Kühnert verteidigt seine Thesen

„Ich habe das sehr ernst gemeint, was ich formuliert habe“, sagte Kühnert. Der Kapitalismus sei „in viel zu viele Lebensbereiche vorgedrungen: So können wir auf keinen Fall weitermachen.“

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Der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation hatte in einem Interview mit der Zeit zum Thema Sozialismus gesagt, dass er für eine Kollektivierung großer Unternehmen „auf demokratischem Wege“ eintrete: „Mir ist weniger wichtig, ob am Ende auf dem Klingelschild von BMW "staatlicher Automobilbetrieb" steht oder "genossenschaftlicher Automobilbetrieb" oder ob das Kollektiv entscheidet, dass es BMW in dieser Form nicht mehr braucht.“

25 Jahre neoliberale Beschallung haben ihre Spuren hinterlassen

Für diese Aussagen musste Kühnert teils heftige Kritik einstecken. „Die empörten Reaktionen zeigen doch, wie eng mittlerweile die Grenzen des Vorstellbaren geworden sind“, sagte er nun dem Spiegel. „Da haben 25 Jahre neoliberaler Beschallung ganz klar ihre Spuren hinterlassen.“ (dpa)

 
 

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