„Mutter aller Probleme“: So veralbern Netzaktivisten die CSU

Mit seiner Aussage hatte Innenminister Horst Seehofer für Kritik gesorgt.
Mit seiner Aussage hatte Innenminister Horst Seehofer für Kritik gesorgt.
Foto: Peter Kneffel / dpa
Unbekannte haben sich einen virtuellen Scherz auf Kosten der CSU erlaubt. Im Netz ist die Partei jetzt die Mutter aller Probleme.

München.  Erneut ist die CSU Opfer eines Scherzes im Internet geworden. Wer derzeit die Adresse „mutterallerprobleme.de“ in seinen Browser eingibt, landet auf der Webseite der Partei von Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Der Politiker hatte mit einer Aussage nach den Ausschreitungen von Chemnitz für Aufsehen gesorgt. Seehofer hatte die Migration als „Mutter aller Probleme“ bezeichnet. Mit der Netz-Weiterleitung drehen die Initiatoren der Aktion diese Aussage nun um: Für sie ist die CSU die Mutter aller Probleme.

Auch die Adresse „vaterallerprobleme.de“ wurde registriert. Sie führt auf die Wikipedia-Seite von Horst Seehofer.

Schon zweiter Netz-Scherz auf Kosten der CSU in kurzer Zeit

Wer hinter dem Scherz steckt, ist derzeit nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt, was die CSU davon hält. Eine Anfrage unserer Redaktion blieb bisher unbeantwortet.

Aufgefallen war die Weiterleitung einem Nutzer auf Twitter. Der Tweet, der bereits vom 8. September stammt, hat mittlerweile über 3300 Likes und wurde über 1000 Mal geteilt (Stand 11. September, 12:30 Uhr).

Bereits im August war ein virtueller Scherz auf Kosten der Partei gemacht worden. Damals hatte sich die bayerische SPD die Domain „soeder-machts.de“ gesichert. Hinter dem eigentlichen Wahlkampfslogan von Ministerpräsident Markus Söder verbirgt sich seitdem eine Mängelliste von Söders Politik, aufgeschrieben von den Sozialdemokraten. (sige)

 
 

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