Mursi kritisiert französische Militärintervention in Mali

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat sich gegen das militärische Eingreifen Frankreichs in Mali gewandt. Dieses Vorgehen werde einen "neuen Krisenherd" schaffen, der den arabischen Norden von den afrikanischen Nachbarn im Süden trenne, sagte Mursi am Montag bei einem Wirtschaftsgipfel arabischer Staaten in Saudi-Arabien. Er hätte einer friedlichen Intervention den Vorzug gegeben.

Riad (dapd). Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat sich gegen das militärische Eingreifen Frankreichs in Mali gewandt. Dieses Vorgehen werde einen "neuen Krisenherd" schaffen, der den arabischen Norden von den afrikanischen Nachbarn im Süden trenne, sagte Mursi am Montag bei einem Wirtschaftsgipfel arabischer Staaten in Saudi-Arabien. Er hätte einer friedlichen Intervention den Vorzug gegeben.

Mit Blick auf das Geiseldrama auf einem Erdgasfeld erklärte der aus der islamistischen Moslembruderschaft stammende Politiker zugleich seine Unterstützung für Algerien gegen Gefährdungen seiner Sicherheit. Die nach eigenem Bekenntnis hinter dem Überfall stehende Gruppierung hatte mit weiteren Angriffen gegen Länder gedroht, die die französische Intervention in Mali unterstützen. Den französischen Einheiten gelang es am Montag, die strategisch wichtige Ortschaft Diabaly von den Radikalislamisten zurückzuerobern, die den Norden Malis unter Kontrolle haben.

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