Mord an CDU-Politiker: Lübcke (†65) auf eigener Terrasse erschossen - neue Details

CDU-Politiker Walter Lübcke ist tot.
CDU-Politiker Walter Lübcke ist tot.
Foto: imago images / Hartenfelser

Kassel. Nach dem tödlichen Kopfschuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (†65), gibt es neue Erkenntnisse von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die ermittelnden Behörden gehen von Mord an Walter Lübcke aus, ein Suizid oder Unfall werde ausgeschlossen.

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Mord an Walter Lübcke: Polizei verrät neue Details

Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten nach den bisherigen Erkenntnissen ein Verbrechen, haben aber noch keine konkreten Hinweise auf das Motiv und den Täter. Der 65-jährige CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum Sonntag mit einer Schusswunde auf der Terrasse seines Wohnhauses in dem Dorf Wolfhagen-Istha gefunden worden.

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Ersten Ermittlungen zufolge starb er an einem Schuss in den Kopf, der aus nächster Nähe abgefeuert wurde. Eine Sonderkommission unter Leitung des hessischen Landeskriminalamts wurde eingesetzt, um die Tat aufzuklären. Auch das Bundeskriminalamt hilft bei der Auswertung von Spuren am Tatort.

Der 65-jährige Lübcke habe sich laut Bild nach dem Schuss noch einige Meter auf der Terrasse bewegt, bevor er zusammengebrochen war. Wer ihn gefunden hat, ob gar jemand aus seiner Familie, gibt die Polizei nicht bekannt.

Der Tatort soll verändert worden sein, sagte ein Ermittler

Ebenso weiterhin ungeklärt ist die Frage, warum Lübcke auf der Terrasse gewesen ist. Ob er nur eine Zigarette rauchen wollte, oder Besuch hatte, muss noch geklärt werden.

Gegenüber der Bild soll ein Ermittler gesagt haben, dass der Tatort verändert worden sei.

Ermittelt wird wegen eine Tötungsdelikts in alle Richtungen, eine heiße Spur gibt es bislang noch nicht. Oberstaatsanwalt Horst Streiff sagte bei einer Pressekonferenz am Montagabend auf die Frage, ob die Tat in Zusammenhang mit früheren Morddrohungen gegen Lübcke wegen dessen Haltung zu Flüchtlingen stehen könnte, dass es dazu bislang keine Erkenntnisse gebe.

Mögliche Zeugen wurden gebeten, sich mit Hinweisen per Mail oder Telefon bei der Polizei zu melden.

Tat könnte mit Lübckes Haltung gegenüber Flüchtlingen zusammenhängen

2015 hatte sich der Regierungspräsident gegen Schmährufe zur Aufnahme von Flüchtlingen gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen.

Lübcke hatte als politische Spitzenbeamter zehn Jahre lang das Regierungspräsidium Kassel geleitet, eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden. Sein Tod hat in Hessen für große Bestürzung gesorgt. (dpa/fb)

 
 

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