Mit dem Oldtimer-Schätzchen zur Alten Dreherei Mülheim

Auch historische Feuerwehrautos oder alte Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes waren am Wochenende am Start. Selbst der Imbissstand war stilgerecht in einem alten Leiterwagen untergebracht.
Auch historische Feuerwehrautos oder alte Fahrzeuge des Deutschen Roten Kreuzes waren am Wochenende am Start. Selbst der Imbissstand war stilgerecht in einem alten Leiterwagen untergebracht.
Foto: Herbert Höltgen
Beim 6. Young- und Oldtimerfestival in Mülheim rollten an die 1000 Fahrzeuge an. Neben historischen Autos und Traktoren gab’s auch eine Fahrt mit der Oldtimerstraßenbahn Richtung Hauptfriedhof. Es wurde gefachsimpelt, erklärt oder einfach nur gezeigt, was man aus alten Fahrzeugen herausgeholt hat.

Mülheim an der Ruhr..  Von Oldtimern der Marken Isetta und Alfa Romeo über Austin und Citroën oder Opel, bis hin zum Klassiker, dem VW Käfer: Am Wochenende tummelten sich wieder viele alte Schätze beim Young- und Oldtimerfestival an der Alten Dreherei in Broich. „Das Schönste sind die Kindheitserinnerungen, die aufkommen, wenn man all die alten Fahrzeuge sieht“, findet Besucher Michael Rey aus Duisburg, der das Oldtimer Treffen für einen Familienausflug nutzt.

Autos mit Seltenheitswert

Es wird gefachsimpelt, erklärt oder einfach nur gezeigt, was man aus den alten Fahrzeugen in Eigenregie in den letzten Jahren herausgeholt hat. So wie Henning Mahrt aus Wuppertal: Er besitzt seit 14 Jahren einen alten Renault 4VC, Baujahr 1960, der ein bisschen an einen zu klein geratenen VW Käfer erinnert. „Ich habe eineinhalb Jahre daran geschraubt, restauriert und lackiert“, so der 46-jährige Oldtimer-Fan sichtlich stolz. „Ich habe alles alleine gemacht und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mein Wagen ist jetzt wirklich einzigartig.“

Einzigartig und liebevoll gehegt und gepflegt, das haben wohl alle Oldtimer des Festivals gemein. Wolfgang Laukot ist extra aus Köln mit einem besonders seltenen Exemplar gekommen. „Das ist ein Chevrolet Bel Air Station aus dem Jahre 1956“, erklärt der 63-Jährige, der gefühlt schon immer Oldtimer besessen hat. „Von diesem Fahrzeug gibt es weltweit nur 236 Stück. Die haben noch ihr eigenes Gesicht und sehen nicht aus, wie alle anderen Autos auch.“

Historische Straßenbahn beförderte zahlreiche Fahrgäste

Neben den ausgestellten Fahrzeugen lud der Museumsshop mit vielen Fan-Artikeln zum Bummeln ein, eine historische Straßenbahn beförderte zahlreiche Fahrgäste von der Alten Dreherei bis zum alten Hauptfriedhof und zurück. Am Samstagvormittag rollten im Minutentakt Teilnehmer der Kettwiger Oldtimerfahrt auf das Gelände der Alten Dreherei, da diese ein Kontrollpunkt der Rallye war. Ein weiteres Highlight, besonders für Kinder, waren die historischen Traktoren, die Sonntag zu einer Spazierfahrt einluden. „Viele Kinder haben das Angebot genutzt, es ist ja auch sehr spannend, mal auf einem so alten Trecker zu sitzen“, meint Martin Menke,Vorsitzender des Trägervereins zur Sanierung der Alten Dreherei. „Ein paar Erwachsene haben sich dann aber auch getraut zu fragen.“ Mit der Resonanz des sechsten Mülheimer Young- und Oldtimerfestival ist Menke mehr als zufrieden. „An die 1000 Oldtimer haben sich hier präsentiert. Das Wetter hat uns gut in die Karten gespielt“, so der Veranstalter. „Es ist weder zu heiß noch zu kalt und das Wichtigste: Es hat nicht geregnet.“ Denn dann lassen die meisten Besitzer ihr alten Schätze doch lieber in der Garage.

Hier geht’s zur Fotostrecke vom Oldtimer-Festival.

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