Minister Jäger bleibt hart: Mittwoch keine Polizei im Schalker Stadion

Düsseldorf.  NRW-Innenminister Jäger (SPD) hat im Streit mit dem Fußball-Bundesligisten Schalke 04 seine harte Linie verteidigt. Es bleibe bei dem angekündigten Rückzug der Polizei aus dem Gelsenkirchener Stadion, bekräftigte ein Sprecher Jägers. Schalke müsse sich bewegen, um neue Gespräche über eine Sicherheitskooperation in Gang bringen zu können. Beim Champions-League-Spiel der Schalker am Mittwoch sollen 250 Bereitschaftspolizisten erstmals außerhalb des Stadiongeländes Position beziehen und nur auf Anforderung die formal zuständigen Ordnungskräfte des Vereins unterstützen.

Zustimmung erntete Jäger von Teilen der Fans, die große Polizeipräsenz in den Stadien ohnehin eher als Bedrohung und Provokation empfinden.

Der Bochumer Polizei-Wissenschaftler Feltes sagte dagegen, es gebe für diese „politische und polizeirechtliche Fehlentscheidung“ keine „rationale Erklärung“. Schalke 04 ließ über seinen Vorstand Peters wissen, man setze darauf, „dass die Ankündigung des Ministers nicht das letzte Wort sein sollte“.

Signalwirkung soll der Fall nicht haben. „Schule wird das nicht machen“, sagte Hessens Innenminister Rhein (CDU), Vorsitzender der 37. Sportministerkonferenz. Für Jägers Entschluss zeigten er und sein Amtskollege Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern Verständnis. Rhein: „Ich kann das schon nachvollziehen, wenn da mal einem Innenminister der Kragen platzt.“

 
 

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