Merz rät zu Härte gegen Russland

Bochum.  Der frühere CDU-Spitzenpolitiker Friedrich Merz rät dazu, Russland weiter mit Sanktionen unter Druck zu setzen. „Sanktionen brauchen einen langen Atem. Wir müssen Russland gegenüber konsequent bleiben, sonst versucht es, seinen Einfluss zu erweitern“, sagte Merz bei einem Gespräch mit dem Linken-Politiker Gregor Gysi in Bochum. Wenn Putin signalisiere, ihn interessierten keine Grenzen, sondern Menschen, dann sei das eine Bedrohung. Russland nehme überall dort Einfluss, wo Russen leben. Für den Westen und seine Partner sei dies ein ernstes Risiko, so Merz.

Gysi empfahl dem Westen hingegen, sein Verhältnis zu Russland zu überdenken. Wenn der Westen heute in der russischen Politik in der Ukraine und in anderen Regionen Verletzungen des Völkerrechts sehe, erkenne er darin auch sein eigenes Fehlverhalten. „Der Westen meinte damals, er brauchte das Völkerrecht in Ex-Jugoslawien nicht mehr.“

Mehr zum Streitgespräch im Internet unter waz.de/gysi-merz

 
 

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