Merkels Vize Julia Klöckner besteht auf einem Burka-Verbot

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner bleibt bei ihrer Forderung nach einem Burka-Verbot. Nicht alle in der CDU sehen das so wie sie.
Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner bleibt bei ihrer Forderung nach einem Burka-Verbot. Nicht alle in der CDU sehen das so wie sie.
Foto: dpa
Julia Klöckner lässt nicht locker. Angela Merkels Vize an der CDU-Spitze will Burkas für Frauen verbieten. Doch sie stößt auf Kritik.

Karlsruhe.. CDU-Vizechefin Julia Klöckner pocht auf ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung von Frauen in Deutschland und geht damit auf Konfrontation zu Bundesinnenminister Thomas de Maizière. „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Vollverschleierung nicht in unsere Straßen gehört und wir das verbieten sollten“, sagte die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende vor der CDU-Präsidiumssitzung in Karlsruhe am Sonntag.

Die Burka sei ein Integrationshemmnis und widerspreche Frauenrechten. „Eine Vollverschleierung ist die Manifestation der Desintegration“, sagte Klöckner, die ein Verbot auf dem an diesem Montag beginnenden CDU-Bundesparteitag fordern will. Sie verwies darauf, dass ein gesetzliches Verbot in dem am Donnerstag von der CDU-Spitze vorgestellten Leitantrag ausdrücklich nicht abgelehnt worden sei.

De Maizière: „Nicht alles verbieten“

Ihr Parteifreund De Maizière sprach sich dagegen erneut klar gegen ein gesetzliches Burka-Verbot aus. „Man kann nicht alles verbieten, was einem nicht gefällt“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Ein Verbot wäre kompliziert, weil dafür die Länder zuständig wären. Er verwies zudem auf verfassungsrechtliche Bedenken. „Deshalb plädiere ich für eine klare politische Ablehnung der Burka“, sagte er. (rtr)

 

EURE FAVORITEN