Melania Trump kritisiert Einwanderungspolitik ihres Mannes

Die First Lady der USA ließ über ihre Sprecherin mitteilen, sie hoffe, die Praktik, Familien zu trennen, habe bald ein Ende.
Die First Lady der USA ließ über ihre Sprecherin mitteilen, sie hoffe, die Praktik, Familien zu trennen, habe bald ein Ende.
Foto: CARLOS BARRIA / REUTERS
An der Grenze zwischen USA und Mexiko werden Kinder von ihren Eltern getrennt. Nun hat sich die Frau von Präsident Trump eingeschaltet.

Berlin.  Melania Trump, die Ehefrau des US-Präsidenten, äußert sich eher selten zu Themen der politischen Agenda ihres Mannes. Doch nun hat sie über die Trennungen von Migranten-Familien an der Grenze zwischen den USA und Mexiko gesprochen – ein Statement, das man als Kritik an der Politik von Donald Trumps „Null Toleranz“-Politik ansehen kann.

Wie CNN berichtete, ließ Melania Trump über ihre Sprecherin mitteilen, die Präsidentengattin „hasse es, Kinder von ihren Familien getrennt zu sehen und hofft, dass sich die beiden Lager (im Kongress) bald einigen“. „Sie hofft, dass beide Seiten für eine erfolgreiche Einwanderungsreform zusammen kommen können“, sagte ihre Sprecherin Stephanie Grisham dem Sender.

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Schutzbedürftige werden zu Kriminellen

Melania Trump will sich im Rahmen ihrer First-Lady-Tätigkeit besonders für Kinder einsetzen und hat dafür eine Plattform namens „Be Best“ gegründet.

Die Einwanderungspolitik von Donald Trump und seinem Justizminister Jeff Sessions sieht vor, jeden Menschen, der von Mexiko kommend die Grenze übertritt – egal, ob er anschließend einen Asylantrag stellt oder nicht – als Kriminellen zu behandeln und an die Bundespolizeibehörde zu übergeben. Kinder, manche erst drei Jahre alt, werden oftmals von ihren Eltern getrennt und in Auffanglager gebracht. Reporter beschrieben die Zustände dort als „Käfig-artig“ und wie in Gefängnissen.

UN fordert zum zweiten Mal Stopp der Praktik

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad al-Hussein, hat die Trennung von Familien an der Grenze zu Mexiko scharf kritisiert. „Der Gedanke, dass ein Staat Eltern abschrecken will, indem er eine derartige Misshandlung von Kindern verfolgt, ist skrupellos.“ Er forderte die USA am Montag auf, diese Praxis umgehend zu stoppen. Es ist bereits die zweite Forderung der UN binnen zwei Wochen.

Auch viele republikanische Parteigenossen Trumps distanzieren sich von Trumps Vorgehen in der Migrationspolitik.

(aba)

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