Mehr Schüler sollen KZ-Gedenkstätte besuchen

Berlin/Auschwitz..  Im Zuge des Auschwitz-Gedenkens hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Länder aufgefordert, im Schulunterricht mehr Informationen über den Holocaust zu vermitteln. Konkret schlug Zentralrats-Präsident Josef Schuster in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vor, „dass jeder Schüler ab der neunten Klasse verpflichtend eine KZ-Gedenkstätte besucht“. Alle Bundesländer, in denen dies noch nicht der Fall sei, sollten eine entsprechende Regelung einführen. Zuletzt hatten KZ-Gedenkstätten beklagt, dass weniger Schülergruppen kämen. Am 27. Januar 1945 – vor 70 Jahren – hatte die Sowjetarmee die Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslagers befreit. In dem Lager wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, darunter eine Million Juden.

Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz haben gestern zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Befreiung erinnert. Bei einer Gedenkstunde des Internationalen Auschwitz Komitees in Berlin sagte Merkel: „Wir dürfen nicht vergessen. Das sind wir den vielen Millionen Opfern schuldig.“ Auschwitz mahne auch heute, nicht hasserfüllten Parolen gegen Menschen zu folgen, die in Deutschland ein neues Leben suchten.

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