Mega-Überraschung bei der SPD: Dieser Kandidat will Vorsitzender werden

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Das ist eine Überraschung: Der NRW-SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty ist der erste, der wirklich eindeutig sagt, dass wer bereit ist, für den SPD-Bundesvorsitz zu kandidieren.

Dem Kölner Stadtanzeiger sagte er auf Nachfrage: „Großen Herausforderungen darf man nicht hinterherlaufen, man darf aber auch nicht davor weglaufen.“

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SPD: Thomas Kutschaty würde kandidieren

Schon im Vorfeld hatte es entsprechende Spekulationen gegeben. Der ehemalige NRW-Justizminister plädiert außerdem für eine Urwahl und für eine SPD-Doppelspitze.

Die SPD-Spitze ist vakant, seit die Ex-Vorsitzende Andrea zurückgetreten ist. Im Vorfeld gab es interne Querelen, angeblich sollen mehrere SPD-Mitglieder gar einen Putsch gegen Nahles geplant haben.

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Katastrophal schlecht

Nach dem katastrophal schlechten Abschneiden der SPD bei der Europawahl droht die einstige Volkspartei in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Viele haben das Gefühl, dass es einen radikalen Wandel in der SPD braucht, um sie zu retten.

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Thomas Kutschaty

  • Geboren am 12. Juni 1968 in Essen
  • Jurastudium in Bochum
  • 1986 Eintritt in die SPD
  • 2005 Abgeordneter im NRW-Landtag
  • 2010 bis 2017: NRW-Justizminister
  • Seit 2018: Chef der SPD-Fraktion im NRW-Landtag

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Derzeit wird die SPD von einer Interims-Troika geführt: Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel verwalten die Partei vorübergehend. Alle drei haben bereits erklärt, dass sie nicht für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidieren werden. Schäfer-Gümbel hatte eigentlich sogar schon seinen Abschied aus der Politik geplant.

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Thomas Kutschaty war zwischen 2010 und 2017 Justizminister in NRW. Seit April 2018 ist er Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag.

Kutschaty und die Affäre um Petra Hinz

Thomas Kutschaty spielte als Chef der Essener SPD in der Affäre um die Bundestagsabgeordnete Petra Hinz eine nicht unwichtige Rolle.

Hinz hatte in ihrem Lebenslauf falsche Angaben über ihren beruflichen Werdegang gemacht. Nachdem das publik geworden war, war ihre politische Karriere am Ende.

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Mehrere SPD-Mitglieder sollen schon vorher vom falschen Lebenslauf gewusst haben - darunter auch Thomas Kutschaty, der das bestreitet.

 
 

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