Maybrit Illner (ZDF): Spott über Corona-Hilfen für Firmen – Scholz kontert knochentrocken! „Das ist ehrlicherweise...“

Man sieht es dem SPD-Kanzlerkandidaten Scholz an: Die deutliche Bemerkung von Illner ist bei ihm nicht auf Gegenliebe gestoßen...
Man sieht es dem SPD-Kanzlerkandidaten Scholz an: Die deutliche Bemerkung von Illner ist bei ihm nicht auf Gegenliebe gestoßen...
Foto: ZDF

Corona überall – auch bei Maybritt Illner (ZDF)!

Das Coronavirus wütet noch immer in der Welt, laut der renommierten Johns-Hopkins-Universität sind weltweit mehr als 946.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, in Deutschland über 9.350 Personen. Über 30 Millionen Menschen sind global gesehen infiziert worden. Ebenfalls gefährlich für Existenzen: die Lage der Wirtschaft. Zwar haben (endlich) die allermeisten Betriebe wieder geöffnet, doch das Herunterfahren der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt im Frühling nagt immer noch an den Unternehmern.

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In der ZDF-Talkrunde bei Maybrit Illner ist deshalb der „Risikopatient Wirtschaft“ das Thema gewesen. Unter den Gästen: Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (62) – und DER hatte einiges wegzustecken...

Maybrit Illner (ZDF): Corona-Risikopatient Wirtschaft als Thema

Talkmasterin Maybrit Illner war angriffslustig und im Krawall-Modus. Immer wieder hat sie gerade bei Spitzenpolitiker Scholz und auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU), der aus Nürnberg zugeschaltet war, nachgebohrt.

Während der eine (Söder) noch immer vor Corona warnt und die erneut striktere Maßnahmen in seinem Bundesland verteidigt („Es geht um das Leben von Menschen!“), lobt sich Scholz selbst für die staatlichen Finanzhilfen für klamme Unternehmen: „Man kann im Großen und Ganzen davon ausgehen, dass wir unsere Volkswirtschaft stabilisiert und durch die Krise geführt haben. Und das wir das auch weiter schaffen.“

Talkmasterin spottet: „Beschäftigungsprogramm für Steuerberater“

Doch so ganz will Illner Scholz nicht damit davonkommen lassen. „Herr Scholz, die Sozialdemokraten setzen sich für die Arbeitnehmer in großen Betrieben ein, aber für Solo-Selbstständige bleibt Hartz 4.“

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Das ist Maybrit Illner:

  • Die 55-Jährige wuchs in der DDR auf und begann dort ihre Karriere als Journalistin.
  • Nach der Wende gehörte Illner zum Team des „ZDF-Morgenmagazins“ und übernahm dann 1999 die Sendung „Berlin Mitte“.
  • Im Jahr 2007 wurde der Titel der Sendung in ihren eigenen Namen umgewandelt.
  • In zweiter Ehe lebt Illner mit René Obermann zusammen, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom und heutigen Verwaltungsrat-Chef der Airbus SE.

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Scholz glättet seinen Anzug, schaut kurz weg, sagt darauf: „Wir haben eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen für sehr, sehr viele Unternehmen. Wir haben Zuschussprogramme gemacht, die auch in großem Umfang angenommen worden sind. Da gibt es richtig Zuschüsse für die Unternehmen, sowohl für kleine als auch für große. Wir sind gerade dabei, die Überbrückungshilfen zum Jahresende hin nochmal zu verlängern und die Kriterien zu erweitern.“

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Scholz kann gar nicht darüber lachen

Dann spottet die Talkmasterin: „Das war bis jetzt ein Beschäftigungsprogramm für die Steuerberater...“ RUMMS! Gelächter in der Runde. Wieder schaut Scholz weg, er kann darüber gar nicht lachen – und kontert knochentrocken: „Das ist ehrlicherweise etwas, was man sagen kann, womit man der Sache aber nicht dient!“ Und weiter: „Man muss ja klar sagen, wir müssen irgendwie Zahlen haben, aufgrund deren Basis wir einen Betrag überweisen!“

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Hmm, am Ende ist es doch noch ein Punktsieg für Illner geworden. Und sicher ist: Die Corona-Krise wird die Bundesregierung und damit Scholz noch weiter verfolgen – nicht auszuschließen, dass das bis zur Bundestagswahl 2021 dauert... (mg)

 
 

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