Maybrit Illner stellt Frage zu Hackerangriffen - und Ministerin Barley gibt sehr merkwürdige Antwort

Katarina Barley
Katarina Barley
Foto: dpa

Berlin. Der Hackerangriff auf Politiker und Promis schlägt weiter Wellen. Auch bei „Maybrit Illner“ im ZDF wurde bei der ersten Sendung des Jahres über den massenhaften Datenklau diskutiert.

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Katharina Barley: „Das macht nicht jeder Politiker“

Auch in der Runde: die vom Hackerangriff betroffene Justizministerin Katarina Barley (SPD). Auch ihre Daten landeten im Netz, die waren aber größtenteils veraltet. Das Gefühl sei dennoch unangenehm: „Das ist ein Gefühl, wie wenn bei einem eingebrochen wird.“

Beim Schutz ihrer Passwörter sei sie schon sehr vorsichtig. Die Ministerin nutzt eine Zwei-Faktoren-Identifizierung für ihre Zugänge. Das heißt: Sie hat ein permanentes Passwort und eine zweite Nummer wird ihr bei jedem neuen Log-in zugeschickt.

„Datenschützer werden in Spielverderber-Ecke gesteckt“

Sind manche ihrer Kollegen zu fahrlässig? „Das macht auch nicht jeder Politiker“, sagt Barley über die Methode. Und verursacht durch diese Aussage Kopfschütteln bei den anderen Gästen. Neben ihr saßen Stephan Mayer (CSU), Staatssekretär im Innenministerium, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, Publizistin Anke Domscheit-Berg, Verlegerin Miriam Meckel und der Rechtsanwalt für IT-Recht, Peter Hense, in der Runde.

Im politischen Betrieb, so Barley, werde man ohnehin als Datenschützer – solange kein Skandal passiert – schnell in die „Spielverderberecke“ gestellt. Wenn der Wirbel um den Hackerangriff vorbei ist, sei der Bereich Datenschutz wieder ein „Fortschrittsbremser“. „Von dieser Denke müssen wir weg“, sagt die Ministerin. „Wir schützen nicht Daten, wir schützen Menschen.“

CSU-Mann Mayer sagte, dass viel für den Schutz der Bürger im Netz getan werde, aber die Menschen vom Staat nie zu Hundert Prozent geschützt werden können.

Laschet: „Viele sind leichtfertig“

Einen mangelnden Datenschutz bei Politikern warf am Mittwoch bei „Markus Lanz“ im ZDF schon NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) seinen Kollegen vor. „Im Privaten sind viele manchmal sehr leichtfertig“, sagte Laschet. (jg)

 
 

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