„Markus Lanz“ (ZDF): Zensur-Vorwürfe! Weil DIESES Statement plötzlich fehlt – ZDF bezieht Stellung

Das ist Markus Lanz
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Gab es eine Zensur bei „Markus Lanz“ (ZDF)? Das werfen einige Twitter-Nutzer dem Polit-Talk aktuell in den Sozialen Netzwerken vor. Konkret geht es um die Sendung vom 2. Dezember.

Der Vorwurf: Das ZDF habe einen Wortbeitrag des CDU-Politikers Carsten Linnemann einfach herausgeschnitten. In der Sendung in der Mediathek ist an der entsprechenden Stelle tatsächlich deutlich ein Schnitt zu erkennen. Auf Anfrage dieser Redaktion erklären die Verantwortlichen bei „Markus Lanz“, was es damit auf sich hat.

„Markus Lanz“ (ZDF): Zensur-Vorwürfe im Netz

War Carsten Linnemann (CDU) bei „Markus Lanz“ „zu ehrlich“ und hat der Sender deswegen rund drei Minuten eines seiner Wortbeiträge entfernt? Das vermuten aktuell einige Nutzer auf Twitter. Die meisten von ihnen aus einer Ecke, die man, wohlwollend gesagt, wohl als dem Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk kritisch gegenüber stehend, beschreiben kann.

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Der Grund: In der Mediathek ist in der Sendung „Markus Lanz“ vom 2. Dezember bei Minute 55.20 ein deutlicher Schnitt zu erkennen. Kurz wird der Bildschirm weiß und statt Linnemann weiter sprechen zu hören, hat plötzlich Markus Lanz wieder das Wort.

Etwa zweieinhalb bis drei Minuten fehlen. Und die sollen, so die Twitter-Nutzer, höchst brisant sein. Linnemann spricht darin über die Novemberhilfen, welche die Bundesregierung unter anderem für Wirte von Gaststätten und Kneipen beschlossen hatte. Sie sollen bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes aus dem November des Vorjahres oder 75 Prozent des jährlichen Durchschnitts erhalten.

Darum geht es in den fehlenden Minuten

In dem Ausschnitt, der in der Mediathek nun fehlt, hatte Linnemann dabei explizit über das Beispiel Starbucks gesprochen. Und angegeben, dass auch der Franchise-Nehmer in Deutschland 75 Prozent seines Novemberumsatzes erhalte.

Lanz fragt daraufhin noch einmal explizit nach: „Und deutsche Steuerzahler stehen jetzt für 75 Prozent des Novemberumsatzes gerade?“ Linnemann bestätigt: „Ja, plus sie dürfen weiterhin das Außer-Haus-Geschäft machen.“ Er habe nichts gegen die Kneipen und Restaurants, die wochen- und monatelang keine Umsätze gemacht hätten. Aber „das solche Konzerne, ja, ich will nicht sagen, das Geschäft ihres Lebens machen, dann krieg ich morgen, Herr Lanz, da sind Sie schuld dran, ich krieg morgen wahrscheinlich wieder so viele Mails, dass das alles nicht so ist…“

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Lanz äußert daraufhin, er könne kaum glauben, was er da höre. Doch der gesamte Abschnitt, in dem sich Linnemann zu Starbucks äußert, fehlt in dem Beitrag in der Mediathek. Gegenüber unserer Redaktion erklärt ein Verantwortlicher das Fehlen. Eine große Verschwörung seitens des ZDF ist dabei aber nicht am Werk.

ZDF-Sprecher erklärt Grund für das Fehlen

So heißt es von einem Sprecher: „In der Sendung ‚Markus Lanz‘ vom 2. Dezember wurde im Gespräch zwischen Markus Lanz und Dr. Carsten Linnemann behauptet, Starbucks Deutschland habe staatliche Hilfen zum Ausgleich wegfallender Umsätze aus den Corona-Programmen der Bundesregierung erhalten. Dies stimmt jedoch nicht.“

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Man sei von Starbucks auf diesen Fehler hingewiesen worden und habe deswegen den Teil des Gesprächs in der Online-Fassung für die ZDF-Mediathek entfernt. (dav)

 
 

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