Markus Lanz – Insider packt aus: Mit dieser erschütternden Methode macht die AfD Wahlkampf

Markus Lanz: Der Ex-AfD-Mann (ganz rechts) erzählt von seinem Ausstieg aus der Partei.
Markus Lanz: Der Ex-AfD-Mann (ganz rechts) erzählt von seinem Ausstieg aus der Partei.
Foto: ZDF/Screenshot

Markus Plenk stand zeitweise unter Polizeischutz, weil er um seine Sicherheit fürchtete. Der Grund: Plenk ist im April aus der AfD ausgetreten.

„Ich bekam danach sehr viele Drohungen, anonyme Anrufe, wurde beschimpft und beleidigt. Das war eine sehr unangenehme Zeit“, erzählt er in der Talkrunde bei Markus Lanz. Und der Insider packt noch weitere Details über die AfD aus, die man besorgniserregend finden kann.

Markus Lanz: AfD-Austritt von Markus Plenk sorgte für Aufsehen

Sein Austritt aus der AfD im April hat bundesweit für Aufsehen gesorgt: Immerhin war Markus Plenk nicht irgendein Parteimitglied, sondern Chef der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag.

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Der 50-Jährige ist Biobauer, hat im Ausland studiert, lebte jahrelang in den USA. Markus Lanz fragt: „Jetzt tritt einer wie Sie spektakulär aus. Aber was hat sie in die AfD getrieben?"

So eine richtige Antwort findet Markus Plenk erst einmal nicht. Zunächst sagt er: „Die AfD ist eine kleine Partei, wo man sich messen kann.“ Und Markus Lanz erwidert trocken: „Aber das können Sie doch auch in der FDP haben.“

AfD: Das böse Erwachen

Die eigentliche Antwort kommt erst später. Da sagt Plenk auf die Frage, warum er nicht zur CSU gegangen ist: „Die hätten erst mal geguckt, wer ich überhaupt bin. Ich hätte dort natürlich nicht so schnell was erreichen können.“

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Diese Illusion, schnell und unkompliziert Politik machen zu können, hat nicht wenige Liberalkonservative in die AfD gelockt - dann kam das böse Erwachen.

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Das ist die Fernsehsendung „Markus Lanz“:

  • „Markus Lanz“ ist eine Talkshow im ZDF, benannt nach Moderator Markus Lanz.
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt.
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen.
  • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht.

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So auch für Markus Plenk. „Ich bin davon ausgegangen, dass die liberalkonservative Strömung die Mehrheit haben würde“, erzählt er. Er sei dann enttäuscht worden und habe feststellen müssen: „Von langer Hand vorbereitet hat man schon im Wahlkampf versucht, bestimmte Kandidaten zu pushen und andere zu behindern, um am Ende des Tages für die rechtsradikalen Kräfte in der AfD eine Mehrheit in der Fraktion zu haben.“

CDU-Chef Mike Mohring hat düstere Prognose

Eine Strategie, von der AfD-Mitglieder, die mit dem rechtsradikalen Gedankengut nichts zu tun haben wollen und mit der Partei hadern, immer wieder berichten.

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Der Thüringer CDU-Chef Mike Mohring, ebenfalls in der Runde bei Markus Lanz, hat eine düstere Prognose: „Die AfD besteht heute aus vier Parteien. Wer in der AfD nicht mehr Vorsitzender bleiben kann, gründet seine eigene. Was die Folge sein wird: Die einzige organisierte Gruppe in der AfD der rechte Flügel von Björn Höcke, der wird die AfD dominieren. Das ist gefährlich.“

AfD: „Von Tag ein an war es ein Kampf gegen Rechtsextremismus“

Plenk bestätigt das: „Von Tag eins an war es ein Kampf gegen Rechtsextremismus innerhalb der Fraktion. Man musste aufpassen, dass man selbst und die Vernünftigen in der Fraktion nicht irgendwelchen Intrigen zum Opfer fallen.“

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Neonazis bei der Fraktion

Für ihn sei eine rote Linie überschritten worden, als plötzlich die Fraktion plötzlich zwei neue Mitarbeiter hatte: beides Neonazis.

Da habe er beschlossen, dass er nicht mehr das bürgerliche Aushängeschild der AfD sein wolle, sagt Plenk: „Bis hierhin und nicht weiter.“ Jetzt möchte der Biobauer zur CSU wechseln.

 
 

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