Charlotte Roche bei „Markus Lanz“ mit radikalen Forderungen – dann wird es peinlich

Charlotte Roche setzt sich bei „Markus Lanz“ im ZDF für den Klimaschutz ein.
Charlotte Roche setzt sich bei „Markus Lanz“ im ZDF für den Klimaschutz ein.
Foto: Screenshot: ZDF

Charlotte Roche hat sich bei „Markus Lanz“ am Mittwochabend vehement für den Klimaschutz eingesetzt. In der ZDF-Talkrunde hat die Moderatorin radikale Forderungen gestellt.

Die deutsche Gesellschaft müsse sich in Verzicht üben: „Wir sollten Plastik und Massentierhaltung verbieten und nicht sagen: 'Die anderen machen das auch nicht und dann gar nicht erst anfangen'“, fordert Charlotte Roche bei „Markus Lanz“ unter anderem als Beitrag zum Klimaschutz.

In der weiteren Diskussion liefert FDP-Politiker Wolfgang Kubicki ein peinliches Geständnis.

Charlotte Roche bei „Markus Lanz“: „Ich schäme mich zu Tode“

Zunächst reagierte der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP noch mit Zugeständnissen nach dem bescheidenen Abschneiden der FDP bei der Europawahl 2019 (5,4 Prozent). Dabei scheut Wolfgang Kubicki auch keine klaren Worte gegen die Strategie der eigenen Partei.

„Wir haben auf die 'Fridays-for-Future'-Bewegung nicht angemessen reagiert“, sagte Kubicki. Man habe die Situation unterschätzt, dass in Deutschland bei der Europawahl das Thema Klimawandel eine so hohe Bedeutung für die Wahlentscheidung gehabt habe.

Doch dann haute Charlotte Roche auf den Putz: „Wie kann man nur keine Scham haben, wenn Jugendliche zu einem sagen: 'Was habt ihr gemacht?'“, fragte die 41-jährige Autorin und gibt zu: „Ich schäme mich zu Tode vor meiner Tochter, wenn sie mich fragt, was ich genau mache, um meine politische Meinung im Alltag umzusetzen.“

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Kubicki outet sich zum Rezo-Video

Im Januar ist Charlotte Roche dann den Grünen beigetreten und sagt : „Alles muss teuer werden, was schlecht für den Klimawandel ist.“ Sie legt den Finger in die Wunde, so wie es auch Rezos Youtube-Video vor der Europawahl getan hatte. In seinem Rundumschlag gegen die Politik kritisierte der Youtuber unter anderem auch Christian Lindner für dessen Ablehnung der „Fridays-for-Future“-Proteste. Hier alles zum Rezo-Video >>>

Über 13 Millionen Mal wurde das Video mittlerweile geklickt. Und Wolfgang Kubicki gibt tatsächlich zu, dass er zwar die Diskussionen verfolgt, aber zuvor noch nie auch nur einen Ausschnitt des Videos gesehen habe.

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    • Das ist die Fernsehsendung „Markus Lanz“:
    • „Markus Lanz“ ist eine Talkshow im ZDF, benannt nach Moderator Markus Lanz.
    • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt.
    • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen.
    • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht.
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Dass ein Spitzenpolitiker wie Kubicki, der keine Debatte scheut, sich noch nicht mit der Originalquelle befasst habe, überrascht Markus Lanz deutlich.

Twitter-Nutzer lacht über Kubicki: „Wie kaltschnäuzig“

Auch bei Twitter reagieren die Nutzer verständnislos: „Wie kann Herr Kubicki in der Lanz Show sitzen, ohne die Ursache der Diskussionsrunde zu kennen und sie aktiv zu verweigern?“, fragt einer.

Ein weitere Nutzer schreibt ironisch: „Deutschland spricht über ein brisantes Video, aber Wolfgang Kubicki will es nicht sehen. Wie kaltschnäuzig.“

Kubicki kündigt eigenen Podcast an

Dann wird ein Ausschnitt des Rezo-Videos bei „Markus Lanz“ eingespielt. Der FDP-Politiker zeigt sich imponiert von der Argumentation: „Gefällt mir gut, die Art und Weise, wie er das vorträgt“, sagt Kubicki.

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Jetzt wolle er sich mit „dieser Form der Argumentation“ auseinandersetzen: „Ich denke jetzt gerade darüber nach, was ich eigentlich nie wollte, selbst mit einigen anderen einen Podcast zu machen, um auf sowas genauso zu antworten“, kündigte Wolfgang Kubicki an.

Wer da als Teilnehmer für in Frage kommen würde, fragt Charlotte Roche interessiert. „Nicht mit Christian Lindner, auch nicht mit Patrick Döring und auch ansonsten mit niemandem aus der Partei, sondern mit Leuten, die was davon verstehen.“ Deutlicher kann man der eigenen Partei die Kompetenz in Sachen Klimapolitik kaum absprechen.

 
 

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