Malu Dreyer privat: So ist ihr Leben mit der Krankheit MS und Rollstuhl

Das ist Malu Dreyer

Das ist Malu Dreyer

Beschreibung anzeigen

Schon immer hat die Ministerpräsidentin Malu Dreyer offen über private Details ihres Lebens gesprochen, etwa über ihre MS-Erkrankung.

Malu Dreyer privat: Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz an MS erkrankt

Im Jahr 1995 wurden bei Malu Dreyer, die eigentlich Marie-Luise Anna Dreyer heißt, erstmals Multiple Sklerose diagnostiziert. Eine „Krankheit der 1000 Gesichter“, wie es oft heißt, weil viele unterschiedliche Ausprägungen und Verläufe möglich sind. MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, sie kann zu Muskelschwäche, Lähmungen, Seh- und Sprechstörungen führen.

+++ Malu Dreyer: Vor DIESEN bitteren Wahrheiten verschließt ihre SPD die Augen +++

--------------

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) privat:

  • Die Tochter eines Schulleiters verbrachte ein Auslandsschuljahr im kalifornischen Claremont.
  • Sie studierte in Mainz. Zunächst katholische Theologie und Anglistik, wechselte dann zu Jura.
  • Sie war Richterin auf Probe, Staatsanwältin, hauptamtliche Bürgermeisterin von Bad Kreuznach, Dezernentin in Mainz und Landesministerin.
  • Seit 2013 ist die 60-Jährige Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.
  • Seit 2004 ist sie mit dem SPD-Politiker Klaus Jensen verheiratet, der von 2007 bis 2015 Oberbürgermeister von Trier war.

--------------

Malu Dreyer über ihren Rollstuhl: „Ich dachte, ich setze mich da rein und komme nie wieder raus“

Bei Malu Dreyer äußert sich die MS-Erkrankungen durch Gehbehinderungen. In einem „Zeit“-Interview aus dem Jahr 2018 sagte sie: „Mein Kopf denkt die Beine nicht mit. Manchmal sehe ich jemanden und will spontan auf ihn zugehen und merke erst eine Sekunde später: So schnell, wie ich das will, kann ich das gar nicht.“ Dass sie immer wieder auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat sie mittlerweile akzeptiert: „Ich dachte, ich setze mich da rein und komme nie wieder raus. Dann war es ganz anders: Ich spürte, dass der Rollstuhl mir wieder Freiheit schenkt.“

Auch bei einem Interview auf der Seite der „Initiative Selbsthilfe Multiple Sklerose Kranker e.V.“ spricht Dreyer offen über ihr Leben mit MS: „Ich habe mich auf die Krankheit eingestellt, sie ist ein Teil, aber nicht der Mittelpunkt meines Lebens. Ich mache regelmäßig meine Übungen und ernähre mich gesundheitsbewusst. Meine MS-Erkrankung äußert sich glücklicherweise ausschließlich in einer Einschränkung meiner Mobilität. Für längere Wege nutze ich auch mal den Rollstuhl oder ein Elektromobil.“ Ab und an sieht man auch, dass sich Malu Dreyer bei jemanden am Arm einhakt, um mehr Sicherheit zu haben, wie hier beim Premierminister von Luxemburg, Xavier Bettel.

Sie gehe morgen regelmäßig zu einem Physiotherapeuten, das helfe ihr, sich fit zu fühlen. Der Funke-Mediengruppe erklärte sie einmal: „Die Öffentlichkeit muss ertragen, dass Politiker nicht immer perfekt sind. Öffentlichkeit kann aber erwarten, dass sie ihren Job gut machen.“ Die Leute würden oft vergessen, dass sie eine Erkrankung habe.

Malu Dreyer: Mit ihrem Mann lebt sie in einem Wohnprojekt in Trier

Ein großer Rückhalt für Malu Dreyer ist ihr katholischer Glaube - und ihr Ehemann Klaus Jensen und ihre Familie. Sie lernte Jensen in den 1990er-Jahren im „Schammatsdorf“ in Trier kennen, einem inklusiven und generationenübergreifenden Wohnprojekt. Dort lebte er bereits seit 1984. Im Jahr 2001 verstarb dessen erste Frau im Alter von 40 Jahren an Krebs. Der Witwer und Vater dreier Kinder kam anschließend mit Malu Dreyer zusammen, die selbst kinderlos blieb.

Über den „Schammatsdorf“ schwärmt sie. Das Leben dort sei „ein echter Glücksfall“, es sei ein soziales Miteinander und eine lebendige Nachbarschaft. „Man hilft sich gegenseitig, ist füreinander da, und das hilft am Ende allen, denn jeder kann mal in die Situation kommen, dass er Hilfe braucht.“