Maischberger in der ARD lädt Alexander Gauland ein – und sorgt damit für Empörung

Foto: Eibner-Pressefoto/Uwe Koch / imago/Eibner

Alexander Gauland (AfD) hat im Juni für heftige Empörung gesorgt: Er relativierte damals die Verbrechen der Nazis, indem er sie als „Vogelschiss“ in der Geschichte bezeichnete.

Danach wandten sich viele Fernsehsender vom AfD-Chef ab. Anne Will und Frank Plasberg ("Hart aber fair") wollten Gauland – mindestens „zunächst“ nicht mehr in ihre Sendungen im Ersten einladen.

Nun aber tritt Alexander Gauland doch wieder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf. Am Mittwochabend sitzt er bei Sandra Maischberger (22.45 Uhr, ARD). Bereits Mitte November trat er bei Maybritt Illner (ZDF) auf.

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Alexander Gauland (AfD) und Claus Strunz bei Sandra Miaischberger

In der Maischberger-Runde wird Alexander Gauland zusammen mit Cem Özdemir (Grüne), Gesine Schwan (SPD), Manfred Weber (CSU), und Moderator Claus Strunz nun ausgerechnet über den UN-Migrationspakt diskutieren, gegen den Gauland schon seit Wochen mit Verschwörungstheorien Stimmung macht.

>> Lies hier: Flüchtlingspakt: AfD-Chef Gauland verbreitet Verschwörungstheorie – dann eskaliert es völlig im Bundestag

Die Nachricht der Gästeliste bei Maischberger kommt deshalb bei Twitter ganz schlecht an.

Twitter-Nutzer: „Chefhetzer Gauland“ – „Deutschland verroht“

„Der Vogelschiss hat Gauland nicht nachhaltig geschadet, im Gegenteil, er darf sich inzwischen so oft vor Millionenpublikum äußern, wie nie zuvor. Heute sitzt er wieder bei Maischberger.... Deutschland verroht“, schreibt etwa Twitter-Nutzer „Et Meiers Kättche“.

Johannes Hillje meint: „Bei Maischberger diskutieren heute gleich zwei Vertreter der AfD zum Thema 'UN-Migrationspakt'. Nicht anwesend: Ein/e Völkerrechtler/in.“

Neben Gauland ist hier auch Sat.1-Moderator Claus Strunz gemeint, der schon öfter wegen rechter Aussagen kritisiert wurde.

>> Lies hier: „Jogi Merkel“: Sat.1-Moderator Claus Strunz vergleicht WM-Aus mit politischer Situation in Deutschland

Mit dieser Ansicht ist Hillje nicht allein. Jan Bühlbecker schreibt: „Sandra Maischberger führt heute wieder einmal das Stück: 'Wie man Rechte salonfähig macht' auf. Um über den Migrationspakt zu diskutieren, hat sie nicht nur ihren Lieblingsgast Strunz eingeladen, sondern auch Chefhetzer Gauland. Und sie muss wissen, was sie damit tut.“

 
 

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