Maischberger (ARD): Frank Thelen schwärmt wie Teenie für Elon Musk

Frank Thelen zu Gast bei Sandra Maischberger (ARD).
Frank Thelen zu Gast bei Sandra Maischberger (ARD).
Foto: ARD-Mediathek

Spannendes Aufeinandertreffen in der Sendung „maischberger.die woche“ (ARD) am Mittwochabend. Unternehmer Frank Thelen und die ehemalige Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht debattierten.

In einer kuriosen Szene geriet Frank Thelen so sehr ins Schwärmen, dass Moderatorin Sandra Maischberger ein Kichern nicht mehr unterdrücken konnte.

Maischberger (ARD): Frank Thelen schwärmt – Sahra Wagenkecht: „Naja, also wenn ich mir ankucke ...“

Bei Frank Thelen und Sahra Wagenknecht treffen unterschiedliche Weltbilder aufeinander, während die beiden mit Sandra Maischberger über die Digitalisierung diskutieren. Immerhin diese Ansicht eint beide: Deutschland und Europa seien hinterher und müssen bei der Digitalisierung im Vergleich zu den USA und China dringend aufholen.

Doch als Frank Thelen, der über die Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen" berühmt wurde, über Amazon-Chef Jeff Bezos und Tesla-Gründer Elon Musk schwärmt, wird deutlich, wie unterschiedlich beide doch denken.

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Das ist Frank Thelen:

  • Der 44-Jährige wurde als Juror der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ berühmt. Im Jahr 2020 stieg er aus der Show aus.
  • Als Investor finanziert er mit seiner Risikokapital-Firma „Freigeist Capital" Startups.
  • Thelen berät die Bundesregierung im „Innovation Council" zum Thema Digitalisierung.
  • Seine Autobiografie „Startup-DNA. Hinfallen, aufstehen, die Welt verändern" stand mehrere Wochen auf den Bestseller-Listen.

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Zunächst bekennt sich Thelen als ein Fan von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Er sei fasziniert davon, wie klug der Mann sei. Aus seiner Sicht müssten Unternehmer wie er oder auch Elon Musk für deutsche Schüler Vorbilder sein.

Doch da geht Sahra Wagenknecht nicht mit: „Naja, also wenn ich mir ankucke, wie Amazon zum Beispiel mit seinen Beschäftigten umgeht, die teilweise bis auf die Toilette überwacht werden, die miese Arbeitsverhältnisse kriegen. Wo Leute rausfliegen, nur weil sie sich gewerkschaftlich engagieren. Wie er mit Händlern umgeht, wenn ein Buchversand nicht Sonderrabatte gibt, dann werden die Bücher abgestuft...“, zählt sie ihre Kritikpunkte auf und lächelt ironisch: „Also wenn ich mir eine Welt vorstelle, in der schon Kinder so denken, dann ist das für mich eine ziemlich gruselige Vorstellung.“ Es sei ein ganz „hemdsärmlich-brutales Unternehmertum“, wettert sie weiter, während Thelen pikiert schaut.

Maischberger (ARD): Frank Thelen ist ein Fan von Testla-Chef Musk – „Der will einfach den Planeten retten!“

Dann ist Thelen wieder dran. Ihm gehe es um das Denken von solchen Gründern wie Bezos und Musk: „Was die sehen, ist dieses exponentielle Wachstum.“ Sie würden ganz langfristig in einem 10-Jahres-Horizont denken und genau das fehle in Europa. Unternehmer wie Elon Musk würden teilweise als „böse dargestellt“, ärgert sich Thelen, um dann regelrecht ins Schwärmen zu geraten: „Der will einfach den Planeten retten!“ Moderatorin Sandra Maischberger und Sahra Wagenknecht kichern und grinsen da.

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Frank Thelen bei Maischberger (ARD): Musk ist das Geld egal – „Genauso wie mir.“

Doch Fan Thelen erklärt seine Faszination für Musk unbeirrt. Angesichts des Klimawandels setze Elon Musk mit neuen Technologien, die nicht fossile Brennstoffe benötigen: „Er hat selber überhaupt keine Motivation Geld zu verdienen! Er war schon reich, da war er ganz jung. Und er hat all sein Vermögen wieder komplett reinvestiert, weil ihm das Geld egal ist. Genauso wie mir. Es ist ein Werkzeug, um den Planeten zu retten.“

Wagenknecht hat direkt einen Einspruch; „Naja! Wenn man sich die Modelle anschaut, die Tesla produziert, dann sind das großenteils wirklich sehr, sehr schwere, auf lange Reichweiten, mit sehr großen Batterien konstruierte Autos. Das ist umwelttechnisch überhaupt kein Gewinn! Der CO2-Ausstoß ist in der Summe dann höher als bei einem kleineren Diesel-Wagen.“ Was Tesla produziere, sei keine Zukunftstechnologie, meint Wagenknecht, auch wegen der Masse an benötigten Rohstoffe wie Lithium und Cobalt.

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