Maas macht „Ehe für alle“ zu Bedingung für Koalition mit SPD

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die „Ehe für alle“ nicht verankert ist“, sagt Heiko Maas.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die „Ehe für alle“ nicht verankert ist“, sagt Heiko Maas.
Foto: Uwe Anspach / dpa
Homosexuelle Paare sollen gleiche Rechte wie Ehepartner haben, fordert der Justizminister. Sonst sei eine Koalition mit der SPD tabu.

Berlin.  Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sieht die „Ehe für alle“ als eine Bedingung für eine künftige Koalition seiner Partei. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die SPD einen Koalitionsvertrag unterschreibt, in dem die „Ehe für alle“ nicht verankert ist. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, sagte Maas anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie am Mittwoch. „Unser Recht sollte für alle gleich sein und deswegen sollten wir auch die Ehe für alle öffnen.“

Die SPD fordert seit längerem die komplette Gleichstellung homosexueller Paare mit Ehepartnern, konnte sich damit in der aktuellen Koalition mit der Union aber nicht durchsetzen. „Ich bin mir sicher, dass die völlige Gleichstellung von Homosexuellen in Deutschland nur noch eine Frage der Zeit ist“, sagte Maas. „Unser Koalitionspartner braucht leider noch ein wenig länger.“

Eingetragene Lebenspartnerschaft rechtlich nicht mit Ehe gleichgesetzt

In Deutschland gibt es für schwule und lesbische Paare seit 2001 die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Die ist aber rechtlich nicht mit der Ehe gleichgesetzt. (dpa)

 
 

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