Lindner wird nicht neuer Landeschef der FDP-NRW

Wilfried Goebels

Düsseldorf. Die NRW-FDP will noch in diesem Jahr einen Nachfolger von Landeschef Andreas Pinkwart benennen. Eine Kandidatur von FDP-Generalsekretär Christian Lindner gilt aber als ausgeschlossen. Drei andere Namen machen die Runde.

Die NRW-FDP will eine Hängepartie um die Nachfolge von NRW-Landeschef Andreas Pinkwart vermeiden. Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe soll der neue FDP-Landesvorsitzende bereits Ende November/Anfang Dezember gewählt werden. Der Landesvorstand wird am Montag den Wahltermin festlegen.

Eine Kandidatur von FDP-Generalsekretär Christian Lindner für den NRW-Landesvorsitz gilt in der Parteispitze als „völlig unrealistisch“. Die Bündelung dieser wichtigen Funktionen in einer Hand sei nicht vereinbar, hieß es. Zudem sei Lindner mit der Arbeit im Bund ausgelastet.

Als mögliche Kandidaten für den Landesvorsitz werden FDP-Landesvize Gisela Piltz, der Europa-Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff und der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Daniel Bahr, genannt. Eine Mitgliederbefragung wie bei der CDU gilt in der FDP-Landesspitze als nicht sinnvoll. Während in der CDU ein Delegierter des Parteitags 300 Mitglieder vertritt, sind dies in der mit 18 000 Mitgliedern deutlich kleineren FDP nur 40 Mitglieder. Damit hat der gewählte Landeschef aus Sicht der FDP eine hohe Legitimation.