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Letzte Generation: Plötzlich macht sogar TV-Publikumsliebling bei Demo mit – „Rote Linie überschritten“

Ist der Staat zu weit gegangen im Vorgehen gegen die „Letzte Generation“? Ein äußerst beliebter ZDF-Star empört sich.

Solidarität-Demo mit der Letzten Generation nach Razzien.
© IMAGO / Eibner

Bundesweite Razzia gegen Letze Generation - Aktivisten wollen weitermachen

Im Auftrag bayerischer Behörden sind Ermittler mit einer bundesweiten Razzia gegen die Klimaschutzgruppe Letzte Generation vorgegangen. Der Tatvorwurf lautet Bildung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Die Klimaschutzgruppe kündigte an, ihre Proteste fortsetzen zu wollen.

Die „Letzte Generation“ polarisiert das Land: Während wohl eher wenige mit den Protesten der zumeist jungen Aktivisten sympathisieren, schüttelt die gefühlte Mehrheit den Kopf über deren Starrsinn und trotzige Protestformen.

Doch nun solidarisierte sich ein sehr bekannter ZDF-Star mit den Klimaaktivisten der „Letzten Generation“. Er tauchte auf einer Demonstration in München auf.

ZDF-Star demonstriert für die „Letzte Generation“

„Warum sind sie heute hier?“, fragte ein junger Aktivist, während er sich und die TV-Berühmtheit beim Gespräch filmte. Das Video landete kurz danach auf Twitter. „Weil eine rote Linie überschritten ist“, antwortete der Prominente.

Es ist Harald Lesch. Den 62-Jährigen kennen ZDF-Zuschauer aus Formaten wie „Terra X“ und „Leschs Kosmos“. Abseits seiner TV-Aktivitäten ist er Professor für Astrophysik an der Uni München. Nun tauchte Lesch auf einer Solidaritätsdemo für die „Letzte Generation“ auf – obwohl er nicht unbedingt ein Fan der Protestformen der Gruppe ist.

Harald Lesch verteidigt Klimaaktivisten: „Ihr seid keine Mafia“

Festkleben auf Straßen und an Autos, Beschmierungen von Kunstwerken – auch Lesch geht auf Distanz. In dem Twitter-Video wird er deutlich: „Was ihr macht, da muss man nicht immer zustimmen bei den Aktionen.“ Aber dennoch gehe das Verhalten des Staates so nicht: „Das was jetzt passiert ist, das geht auf keinen Fall. Es kann nicht sein, dass man euch behandelt wie Kriminelle.“

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„Ihr vertretet eure Meinung. Bei euren Maßnahmen gibt es den strafrechtlichen Bestand der Nötigung, aber das rechtfertigt auf keinen Fall irgendwelche Razzien“, empörte sich Lesch. Er bezog sich dabei noch auf die Aussage einer Aktivistin, wonach ein Polizist mit gezogener Waffe am Morgen vor ihrem Bett gestanden habe. In mehreren Bundesländern gab es am Mittwochmorgen Razzien in Wohnungen der Aktivisten der „Letzten Generation“.


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