Lena Meyer-Landruts Onkel wird Merkel-Berater

Sängerin Lena Meyer-Landruts Onkel steigt jetzt zu einem wichtigen Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf. Foto: dapd
Sängerin Lena Meyer-Landruts Onkel steigt jetzt zu einem wichtigen Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf. Foto: dapd
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Kanzlerin Angela Merkel ordnet das Kanzleramt neu. In die Riege ihrer Berater steigt jetzt auch Nikolaus Meyer-Landrut auf. Er ist der Onkel von Grand-Prix-Siegerin Lena.

Berlin..  Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzt die nötige Neubesetzung der Bundesbank-Spitze zu einer Neuaufstellung im Kanzleramt: Weil ihr wirtschaftspolitischer Berater Jens Weidmann an die Spitze der Bundesbank rückt, lege er mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder, kündigte Merkel am Mittwoch an. Seine Funktion wird bis Juni der bisherige europapolitische Sprecher Uwe Corsepius übernehmen. Dessen Stellvertreter Nikolaus Meyer-Landrut wird neuer europapolitischer Sprecher.

Mit dieser Rochade zieht Merkel zumindest eine nötige Personalentscheidung der kommenden Monate vor. Denn Corsepius wird im Juni ohnehin als Generalsekretär des EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy nach Brüssel wechseln. Der Berufsdiplomat Meyer-Landrut galt bisher schon als designierter Nachfolger.

Langjährige EU-Erfahrung

Der 50-Jährige, der ein Onkel der Sängerin Lena Meyer-Landrut ist, kennt das EU-Geschäft aus seiner Zeit an der deutschen EU-Vertretung in Brüssel. Außerdem war der Vater von vier Kindern 2003/2003 Mitarbeiter des früheren französischen Präsidenten Valery Giscard d“Estaing bei dem EU-Verfassungskonvents gewesen, er verfügt also über engste Verbindungen nach Frankreich. 2003 bis 2006 war Meyer-Landrut Leiter des EU-Grundsatzreferats im Auswärtigen Amt.

Corsepius wiederum gilt als ideale Übergangsvertretung für Weidmann, bis Merkel einen dauerhaften Nachfolger als Wirtschaftsberater gefunden hat. Denn der promovierte Ökonom verfügt unter anderem über Erfahrung beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und stammt anders als seine Vorgänger auf dem Posten des Europaberaters im Kanzleramt nicht aus dem Auswärtigen Amt, sondern aus dem Wirtschaftsministerium. (rtr)

 

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